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Wirkung: Land- und Forstwirtschaft – Klima

Landwirtschaft

Die Landwirtschaft trägt mit rund 4 % zu den klimarelevanten Gasen bei. Dies betrifft vor allem die Spurengase Methan (CH4) und Distickstoffmonoxid (N2O), letzteres wird auch „Lachgas“ genannt.

Das Methan entsteht in den Pansen von Wiederkäuern, wie beispielsweise von Kühen. Beim Vergären der Kohlenhydrate durch Mikroorganismen wird Methan freigesetzt. Exkremente landwirtschaftlicher Nutztiere sind eine weitere wesentliche Methanquelle. Vor allem das gezielte Nutzen von Methan als Biogas hilft, die in die Atmosphäre abgegebenen Methanmengen deutlich zu reduzieren. Das Distickstoffmonoxid stammt weitgehend aus dem Boden. Die Größe der Emission ist vom Stickstoffeintrag durch Düngemittel abhängig. Die Höhe der Stickstoffdüngung ist insoweit nicht nur aus Bodenschutzsicht relevant, sondern hat auch Klimarelevanz.

Forstwirtschaft

Waldflächen haben positiven Einfluss auf das regionale und lokale Klima. Der Wald leistet darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zum globalen Klimaschutz, da er große Mengen Kohlenstoff bindet. Das Verbrennen von Holz als Energieträger ist weitgehend CO2-neutral. Eine weitere Waldflächenmehrung ist aus Klimaschutzsicht wünschenswert.

Eine zusätzliche Kohlenstoffbindung erfolgt in Böden von Waldmooren und anmoorigen Waldflächen, solange diese nicht trockengelegt werden. Auch Moorschutz ist daher wirksamer Klimaschutz. Bei nicht nachhaltiger Bewirtschaftung kann der Wald auch zur Quelle von Treibhausgasen werden (Brandrodung, Schädlings- oder Trockenheitskalamitäten).

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