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Projektinhalte

In Regionen mit aktivem Bergbau sowie in Bergbaufolgelandschaften ist der natürliche Gewässerhaushalt stark beeinträchtigt. Negative Auswirkungen sind großflächige und langfristige Veränderungen von Wassermenge und -beschaffenheit sowohl der Grund- und Sickerwässer als auch der Oberflächengewässer in den Fließ- und Standgewässerkörpern bzw. in Wasserlösestollen. In diesen Gebieten ist eine Umsetzung der Ziele der EG-WRRL besonders erschwert.

Da von solchen Bergbaufolgeerscheinungen sowohl sächsische als auch tschechische Bergbaugebiete betroffen sind, wurde dieses grenzüberschreitendes Ziel 3 – Projekt initiiert. In dem Projekt arbeiten die Region Usti (CZ), das Sächsische Oberbergamt, das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie sowie die Stadt Oelsnitz/Erzgebirge zusammen.

Im Rahmen dieses EU-Projektes wurden grenzüberschreitende Maßnahmenkomplexe festgelegt, die sich mit den Auswirkungen von ehemaligen und derzeitigen Bergbaubauaktivitäten auf die Wasserqualität von Grund- und Oberflächenwässern beschäftigen. Dieses Anliegen wird durch den Namen VODAMIN verdeutlicht: »VODA« = Wasser und »MIN« = Bergbau.

Insgesamt werden 34 Teilprojekte bearbeitet. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Studien und Gutachten, für die in unterschiedlichem Umfang Labor und Felduntersuchungen durchzuführen sind. Des Weiteren sind zwei investive Maßnahmen (Errichtung einer Grundwassermeßstelle in Lugau/Oelsnitz sowie einer Sicker-Grundwasser-Meßstelle im Tagebau Nochten / Lausitz) und ein Pilotversuch (elektrochemische Sulfatabreicherung in der Versuchsanlage der GWRA Rainitza) geplant.

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Bild: Vodamin - Inhalte

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 44: Oberflächenwasser, Wasserrahmenrichtlinie

Karin Kuhn