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Gentechnik in Sachsen

Gentechnische Anlagen in Sachsen

Gentechnische Anlagen in Sachsen - Entwicklung seit 1991, Stand: 31.12.2016 (Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft)

Gentechnische Anlagen in Sachsen - Entwicklung seit 1991, Stand: 31.12.2016 (Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft)

Jahr 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998
Anzahl 1 6 9 14 19 33 49 61
Jahr 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006
Anzahl 70 89 106 118 131 143 155 156
Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Anzahl 161 159 166 168 179 190 199 198
Jahr 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022
Anzahl 202 212            

 

Tabelle: Gentechnische Anlagen in Sachsen - Entwicklung seit 1991 (Stand: 31.12.2016)

 Mit Stand 31.12.2016 gibt es 212 Einrichtungen, in denen unter Einsatz gentechnologischer Methoden geforscht wird. In wenigen Einrichtungen werden gentechnisch veränderte Organismen auch für Produktionszwecke genutzt, z. B. zur Impfstoffherstellung. Die Mehrheit der gentechnischen Anlagen wird von öffentlichen Forschungseinrichtungen betrieben. Allein an den Universitäten in Dresden und Leipzig (einschließlich Universitätskliniken) gibt es 132 gentechnologische Forschungslabore.
Weitere bedeutsame öffentliche Forschungseinrichtungen mit gentechnischen Anlagen sind beispielsweise das Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden oder Fraunhofer-Institut für Immunologie und Zelltherapie in Leipzig.

Von den 212 gentechnischen Anlagen in Sachsen sind

149 der Sicherheitsstufe 1 (kein Risiko für Mensch und Umwelt),
62 der Sicherheitsstufe 2 (geringes Risiko) und
1 Anlage der Sicherheitsstufe 3 (mäßiges Risiko)

zugeordnet.

Um die Entwicklung der Bio- und Gentechnologie auch in Sachsen weiter zu forcieren, hatte die Sächsische Staatsregierung im Juli 2000 eine »Biotechnologie-Offensive Sachsen« beschlossen. Schwerpunkte dieser Offensive waren u. a. die Errichtung der interdisziplinären Bioinnovationszentren in Dresden (BIOZ) und Leipzig (Bio City) sowie die verstärkte Forschungsförderung. Diese Zentren vereinen Wissenschaft und Wirtschaft unter einem Dach und repräsentieren eine Symbiose aus universitärer Forschung und industrieller Anwendung.

Zu den thematischen, zukunftsorientierten Forschungsbereichen »Molecular Engineering« in Dresden und »Regenerative Medizin« in Leipzig wurden jeweils sechs Lehrstühle eingerichtet. In enger Kooperation mit jungen Unternehmen der Biotech-Branche, angesiedelt im BIOZ und der Bio City, stellen die Zentren Inkubatoren innovativer biotechnologischer Entwicklungen dar und übernehmen die Rolle eines Wachstumskerns für den Biotech-Standort Sachsen.

Seit 2006 besteht außerdem das DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien in Dresden (CRTD) als Netzwerk von über 70 Laboratorien verschiedener Institutionen in Dresden und Partnern aus der Wirtschaft. Das CRTD konnte sich als Exzellenzcluster »From cells to tissues to therapies: Engineering the cellular basis of regeneration« der Technischen Universität Dresden im Rahmen der Exzellenzinitiative der Bundesregierung durchsetzen, und ist damit das einzige in den neuen Bundesländern.

Seit 2007 beteiligt sich der Freistaat Sachsen zudem am europäischen Forschungsnetzwerk Industrielle Biotechnologie (ERA-Net-IB, ERA-IB-2). Im Rahmen des ERA-IB werden europäische Forschungsverbundprojekte im Bereich Weiße Biotechnologie gefördert. Sächsische Forschungseinrichtungen und Unternehmen beteiligen sich bisher sehr erfolgreich an den Ausschreibungen. Zuständig für die Förderung im Bereich Biotechnologie ist das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Abteilung 4/Referat 42 EU-Angelegenheiten.

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Bild: Protein expression - (Quelle: Max Planck Institute of Molecular Cell Biology and Genetics)

Gesetzestext - Regelung der Gentechnik

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