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Badegewässer

Mehr als 30 künstlich geschaffene Seen, Speicher und Talsperren laden in Sachsen zum Baden ein. Die oberste Gesundheitsbehörde bestimmt im Einvernehmen mit der obersten Wasserbehörde jährlich vor Beginn der Badesaison die Badegewässer. Dabei handelt es sich um Gewässer, bei denen

  • mit einer großen Zahl von Badenden gerechnet wird,
  • die regionale oder überregionale Bedeutung haben
  • und für die nicht auf Dauer vom Baden abgeraten wird bzw. für die kein dauerhaftes Badeverbot besteht.

Nach der Sächsischen Badegewässerverordnung wird die Qualität der »EU-Badegewässer« kurz vor und während der gesamten Badesaison durch die Gesundheitsämter regelmäßig überwacht:

Badegewässerprofile

... sind eine allgemeine Beschreibung des Badegewässers hinsichtlich der physikalischen, hydrologischen und geografischen Eigenschaften. Weiterhin werden alle potenziellen Verschmutzungsquellen des Badegewässers und anderer Oberflächengewässer des Einzugsgebietes erfasst. Verschmutzungen können beispielsweise durch Regen- und Abwassereinleitungen verursacht werden oder entstehen durch Abschwemmungen von landwirtschaftlichen Flächen nach Starkniederschlägen. Außerdem wird die Gefahr einer Vermehrung von Blaualgen (Cyanobakterien) und anderen Algen bei der Darstellung des Badegewässerprofils bewertet.

Eine Aktualisierung des Badegewässerprofils erfolgt, je nach Qualitätseinstufung der vergangenen Jahre, spätestens nach vier Jahren.

Stand der Dateien: 22.05.2017

Rechtlicher Hintergrund

Bedeutende Badegewässer unterliegen den Anforderungen der EU-Badegewässer-Richtlinie 2006/7/EG, die in Sachsen mit der Sächsischen Badegewässerverordnung vom 15. April 2008 umgesetzt wurde. Die Badegewässer werden im Sächsischen Amtsblatt bekannt gemacht. Das LfULG stellt die wasserwirtschaftlichen Daten zur Erstellung der Gewässerprofile bereit.

Für alle im Jahr 2008 im Sächsischen Amtsblatt bekannt gemachten Badegewässer waren bis zum 24. März 2011 Badegewässerprofile entsprechend § 6 der Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirt­schaft zur Umsetzung der Richtlinie 2006/7/EG des Europäischen Parlaments und des Ra­tes vom 15. Februar 2006 über die Qualität der Badegewässer und deren Bewirtschaftung und zur Aufhebung der Richtlinie 76/160/EWG (Sächsische Badegewässer-Verordnung – SächsBadegewVO) vom 14. April 2008 - je Badegewässer ein Profil - zu erstellen. Für alle in den Folgejahren bekannt gemachten Badegewässer erfolgt die Erstellung der Badegewässerprofile jeweils drei Jahre nach der Bestimmung als EU-Badegewässer entsprechend § 3 Abs. 1 SächsBadegewVO.

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Bild: Oberirdische Gewässer

Informationen zum Zustand der Badegewässer

Informationen zum Zustand der Badegewässer gibt Ihnen das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz

Überwachung

vor und während der Badesaison