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Wasserverbrauch und Wasserverluste

Wasserverbrauch

Seit 1992 hat sich der Trinkwasserverbrauch, bezogen auf Einwohner und Tag, von 221 l auf 133 l reduziert. Der spezifische Wasserverbrauch der Bevölkerung ist im gleichen Zeitraum von 141 l/E/d auf 85 l/E/d gesunken. Er liegt damit weit unter dem Bundesdurchschnitt von
122 l/E/d im Jahr 2007 (Quelle: Statistisches Bundesamt). Dieser Trend des letzten Jahrzehnts des vorigen Jahrhunderts wird sich in diesem Maße allerdings nicht fortsetzen, bei abnehmender Bevölkerungzahl und gleichbleibendem Gewerbe- und Industriebedarf könnte er sich eventuell sogar umkehren.

Grafik: Spezifischer Wasserverbrauch in Sachsen

Grafik: Spezifischer Wasserverbrauch in Sachsen

Im Jahr 1992 wurde die Wasserversorgung durch 2.120 bilanzwirksame Anlagen (Wasserwerke) gesichert, die eine Wassermenge von
ca. 1.035 Tm³/d in das Rohrnetz einspeisten.
Mit dem rückläufigen Wasserverbrauch konnten viele ältere
Wasserversorgungsanlagen vom Netz genommen werden, so dass im Jahr 2008 nur noch 355 Wasserwerke 580 Tm³/d Trinkwasser zur Versorgung bereitgestellt haben.

Grafik: Wasserabgabe nach Verbrauchsanteilen 2008

Grafik: Wasserabgabe nach Verbrauchsanteilen 2008

Die ins Netz eingespeiste Wasserabgabe setzt sich aus der Wasserlieferung an die Endverbraucher, dem Eigenbedarf der Wasserversorgungsunternehmen und den Wasserverlusten zusammen.

Wasserverluste

Als Wasserverlust wird die Differenz zwischen der volumenmäßig erfassten Wasserabgabe ins Rohrnetz (System Wasserverteilung/ Wasserspeicherung) und der volumenmäßig erfassten Wasserentnahme der Verbraucher bezeichnet. Er ist somit der Anteil des in das Rohrnetz eingespeisten Wasservolumens, dessen Verbleib im Einzelnen nicht nachvollzogen werden kann.

Die angestrebten Werte der Wasserverluste bezogen auf die Jahresabgabe liegen bei 5 % für neue Anlagen und bei 10 % für alte Anlagen.

In Sachsen konnten die prozentualen Wasserverluste seit 1995 von 29 % auf 13 % im Jahr 2008 reduziert werden, sie liegen jedoch noch deutlich über den Zielwerten.

Investitionen in Sachsen

In Sachsen wurden in den Jahren nach 1990 die Anstrengungen vor allem auf die Sicherung der Wasserqualität nach Trinkwasserverordnung gerichtet und Wassergewinnungs- bzw. Wasseraufbereitungsanlagen saniert, rekonstruiert oder neu gebaut. Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit liegt in den letzten Jahren im Bereich der Wasserverteilung. Dabei stehen vor allem die Sanierung vorhandener Leitungssysteme zur Senkung der Wasserverluste, der Vermeidung netzbedingter Beeinträchtigungen der Trinkwassergüte sowie der Neubau von Leitungen für Verbundsysteme zur Erhöhung der Versorgungssicherheit im Vordergrund. Die geplanten Maßnahmen der Wasserversorger zur weiteren Senkung der Verluste sind in den Versorgungskonzepten dokumentiert.

Marginalspalte

Bild: Wasserverbsorgung

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 43: Siedlungswasserwirtschaft, Grundwasser

Anita Kenner

Weiterführende Informationen

Weitergehende Informationen sind im DVGW Arbeitsblatt W 392  »Rohrnetzinspektionen und Wasserverluste – Maßnahmen, Verfahren und Bewertungen« zu finden.

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