1. Navigation
  2. Inhalt
  3. Herausgeber
Inhalt

1. Sächsischer Hochwasserschutztag

am 9. Juni 2018 von 10:00 bis 17:00 Uhr in Bad Schandau

Hochwasser

Icon vorheriges Bild Icon nächstes Bild Icon Bild vergrößern


(© Bildrechte)

In Sachsen wird es in diesem Jahr erstmals einen Hochwasserschutztag geben. Fünf Jahre nach dem letzten verheerenden Hochwasser vom Juni 2013 soll der Tag Anlass sein, an die bestehenden Gefahren zu erinnern, Vorkehrungen für den Hochwasserschutz vorzustellen, Abläufe zu üben - zum Beispiel beim Aufbau mobiler Hochwasserschutzanlagen oder auch nur beim sachgerechten Füllen und Stapeln von Sandsäcken. Darüber hinaus soll der Tag Gelegenheit für den direkten Austausch zwischen Fachleuten, sachkompetenten Ansprechpartnern und Bürgern sein. Auch in sächsischen Schulen sind Veranstaltungen angedacht.

Zentrale Veranstaltung am 9. Juni in Bad Schandau

Austragungsort der zentralen Veranstaltung des ersten Hochwasserschutztages wird am 9. Juni 2018 Bad Schandau sein. In dem mit öffentlichen Hochwasserschutzmaßnahmen kaum zu schützenden Ort an der Elbe wurden schon vergleichsweise viele Maßnahmen zur privaten baulichen Hochwasservorsorge realisiert, die beispielgebend für andere Orte mit vergleichbarer Hochwassergefährdungssituation sein können.

Veranstaltungsübersicht und Programm

Veranstaltungsübersicht

Elbufer

  • Bühne mit Fachprogramm
  • Ausstellermeile: Hersteller von Hochwasserschutztechnik,  Versicherer,  Behörden,  Vereine
  • Blaulichtmeile: Technikschau mit THW, Feuerwehr, Polizei und Hilfsorganisationen, Bootsfahrten auf der Elbe
  • Kinder- und Spielemeile

Stadtgebiet

  • Führungen: gute Beispiele von Hochwassereigenvorsorge
  • Live-Demonstration: Wie kann ich mein Haus gegen Hochwasser sichern?
  • Hotel Elbresidenz: Präsentationen des Landeshochwasserzentrums

Ortsteil Krippen / Elbufer

  • Veranstaltungskooperation:  Kreisjugendfeuerwehrtag

Programm

Begrüßung (10:00 Uhr)
Freischaltung Internetportal »Eigenvorsorge« durch Staatsminister Thomas Schmidt

Vorstellung Projektwoche zum Hochwasserschutz Grundschule Bad Schandau (ca. 13:00 Uhr)

ganztags:

Vorstellung   »Kompetenzzentrum Hochwassereigenvorsorge Sachsen«

Erfahrungstausch:
Warum Hochwassereigenvorsorge? / Warum Versicherung? / Möglichkeiten staatlicher Hochwasservorsorge / Bisherige Hochwasserereignisse

Führungen, Live-Demonstration, Präsentationen des Landeshochwasserzentrums

Interviews mit Ausstellern

  • Flyer und Programm Hochwasserschutztag
    [Download,*.pdf, 0,27 MB]
  • Übersichtsplan

    Informationen zur Anreise

    Mit dem Auto:

    Von Dresden fahren Sie auf der A17 bis Pirna, dann auf der B 172 über Königstein nach Bad Schandau. Ausgeschildert ist auch der Grenzübergang zur CR Hrensko – Decin – eine Weiterfahrt nach Prag ist möglich.

    Mit der Bahn (ab Dresden Linie S1 Richtung Schöna)

    Dresden ist als Eisenbahnknotenpunkt an das IC- und EC-Netz angeschlossen. Fernverbindungen bestehen zu allen größeren deutschen Städten. Mit dem Städteschnellverkehr fahren Sie von Dresden nach Bad Schandau 50 Minuten.

    Der Bahnhof Bad Schandau liegt auf der gegenüberliegenden Elbseite. Die Verbindung zur Stadt gewährleisten Fähren, Bus und Taxi.

    Vom Bahnhof Krippen erreichen Sie mit der Fähre günstig den Ortsteil Postelwitz und vom Bahnhof Schmilka-Hirschmühle mit der Fähre den Stadtteil Schmilka.

    Mit dem Fahrrad:

    Anfahrt auf Elbradweg aus Richtung Dresden, Achtung, Umleitungen in Heidenau und Pirna:

    1. Anfahrt über Halbestadt: mit Fähre Königstein nach Halbestadt übersetzen, Richtung Prossen, weiter Ausschilderung folgen, nach Unterquerung Elbbrücke weiter geradeaus am Elbufer
    2. Anfahrt über Königstein: nach Unterquerung Straßenelbbrücke an Fähranleger Spitzkehre, Überquerung Straßenelbbrücke, bei Brückenabfahrt rechts über Parkplatz und Straße überqueren, dann flussaufwärts am Elbufer
  • Fahrpläne Bahn
  • Fahrpläne Bus, Kirnitzschtalbahn, Fähren
  • Aussteller und Mitwirkende

    Zusammen mit dem Kompetenzzentrum Hochwassereigenvorsorge Sachsen werden voraussichtlich folgende Hersteller und Vertriebspartner von Hochwasserschutztechnik teilnehmen:

    • Prefa Aluminiumprodukte GmbH
    • HÜBNER Hochwasserschutz
    • Aquafence
    • Mobildeich GmbH
    • Blobel Umwelttechnik GmbH
    • Hochwasserschutzagentur
    • HWS Hochwasserschutzsysteme Jörg Holtzsch
    • Füllmexx Hochwasserschutz
    • I-B-B  Ing.-Büro Boedecker

    Zudem wird der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. selbst und mit folgenden Mitgliedsunternehmen präsent sein:

    • Sparkassen-Versicherung Sachsen
    • Debeka Allgemeine Versicherung AG
    • R+V Allgemeine Versicherung AG
    • DEVK-Versicherungen
    • Allianz Versicherungen

    Auf der Ausstellermeile finden Sie weiterhin:

    • das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft,
    • die Landestalsperrenverwaltung, die Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft,
    • die Sächsische Landestiftung für Natur und Umwelt
    • die Verbraucherzentrale Sachsen e.V. und
    • den arche noVa - Initiative-für Menschen in Not e.V.

    In den Räumlichkeiten des Hotels Elbresidenz informiert:

    • das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie mit dem
    • Landeshochwasserzentrum.  

    Auf der Blaulichtmeile stellen

    • das DRK Sachsen,
    • die THW-Ortsverbände Pirna und Dippoldiswalde,
    • der DLRG-Bezirk Pirna Obere Elbe,
    • die Wasserschutzpolizei Sachsen
    • sowie versch. Feuerwehren

    sich und ihre Technik zum Hochwasserschutz vor.   

    Partner der Veranstaltung:

    • die Stadt Bad Schandau,
    • das Hotel Elbresidenz an der Therme Bad Schandau,
    • die Adler Apotheke,
    • die Bäckerei Schurz

    Zusätzlich: Lokale Aktionen zum Hochwasserschutztag

    Neben Bad Schandau sind auch alle anderen sächsischen Kommunen eingeladen, eigene Veranstaltungen oder Vorführungen zum Sächsischen Hochwasserschutztag am ersten Juni-Wochenende zu planen. Im Rahmen des lokalen Aktionstages könnte beispielsweise die Organisation des öffentlichen Hochwasserschutzes vorgestellt werden, der Aufbau mobiler Hochwasserschutzanlagen sowie  das sachgerechte Füllen und Stapeln von Sandsäcken geübt werden oder diverse Maßnahmen zur Eigenvorsorge aufgezeigt werden. 

    Neben den Gefahren, die aus Flusshochwasser resultieren, sind zunehmend auch der Umgang mit lokalen Starkregenereignissen, mit Grundhochwasser und der Kanalrückstau auf kommunaler Ebene Themen, die sich zu einem Austausch anbieten.

    Stadt Coswig

    Die Stadt Coswig arbeitet gemeinsam mit Hochschulen und Instituten derzeit an einem innovativem Hochwasserschutzprojekt. Im 1000jährigen Brockwitz soll ein Straßenzug angehoben werden, um die Häuser vor der Überflutung durch die Elbe dauerhaft zu schützen.

    Das ehrgeizige Projekt erfordert eine Vielzahl von spezifischen Untersuchungen, weil eine Haushebung in dieser Dimension nicht nur in die Flußlandschaft, sondern auch in die sensible Natur und natürlich ebenso das teilweise unter Denkmalschutz stehende Wohnumfeld der Bewohner eingreift.

    Mehre Hochschulen und Institute untersuchen derzeit die Machbarkeit. Im Rahmen der  

    16. Dresdner Lange Nacht der Wissenschaften,  
    am 15.06.2018, erfolgt
    von 18:30 bis 22:00 Uhr
    im Saal der Leibnitz-Instituts für ökologische Raumentwicklung e. V.,
    Weberplatz 1, 01217 Dresden.

    ein Vortrag mit anschließenden Präsentationen des Vorhaben sowie der ersten Ergebnisse statt. Die Veranstaltung ist für jedermann offen und kann ohne Voranmeldung besucht werden.   

    Aktionen an Schulen

    Vorbereitend zum Sächsischen Hochwasserschutztag werden sächsischen Schülerinnen und Schülern Projekte zum Themenbereich Hochwasser angeboten. So ist die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt mit ihren Umweltmobilen zum Thema Hochwasser an Sächsischen Schulen unterwegs. Auch Besichtigungen örtlicher Hochwasserschutzanlagen in kommunaler Verantwortung bzw. das Aufzeigen der örtlichen Möglichkeiten der Gefahrenabwehr durch ehrenamtlich tätige Wasserwehren erscheinen hier als Initiative von kommunaler Seite sinnvoll, um gerade der heranwachsenden Generation die kontinuierliche, generationenübergreifende und gemeinschaftliche Aufgabe der Hochwasservorsorge näher zu bringen.

    Schwerpunkt: Kompetenzzentrum Hochwassereigenvorsorge

    Zum ersten Hochwasserschutztag soll auch über die Einrichtung eines Kompetenzzentrums  Hochwassereigenvorsorge in Leipzig informiert werden, in dem sich Bürger über hochwasserangepasste Bauweisen sowie Schutzmöglichkeiten für bestehende Gebäude informieren können. Ein dafür entwickeltes Konzept sieht auch die Erarbeitung und Einführung eines »Hochwasservorsorgeausweises« vor. Der soll es ermöglichen, die Hochwasser- oder Starkregengefährdung bestehender Gebäude zu beurteilen und Verbesserungsmöglichkeiten vorzuschlagen. Diese Verminderung des Schadensrisikos könnte auch Grundlage sein für eine günstigere Einstufung bei der Prämienkalkulation durch Versicherungsunternehmen.

    Marginalspalte

    Bild: Darstellung einer Hochwasserschutzmaßnahme an Eingangstür mittels Alusteckpaneele

    Ansprechpartner

    Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

    Referat 44 Oberflächengewässer, Hochwasserschutz

    Thomas Höpfner