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Arbeitskreis Grundwasserbeobachtung, Weiterbildung

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Weiterbildung Grundwassermonitoring und-probennahme vom 29.09. bis 01.10.2016 in der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina e.V. in Halle (Saale)

Bildergalerie Weiterbildung Halle 2016

Veranstaltungsort Leopoldina in Halle

Veranstaltungsort Leopoldina in Halle (Saale)
(© LfULG)

Veranstaltungsort Leopoldina in Halle Blick in den Vortragssaal Sonderstraßenbahn zum Praktikumsgelände Vorführung von Feldmesstechnik Vorführung von Tiefprobennahmetechnik Vorführung von Grundwasserprobennahmetechnik Exkursion zum ErlebnisZentrum Bergbau - Röhrigschacht Wettelrode Exkursion zum ErlebnisZentrum Bergbau - Röhrigschacht Wettelrode

Resümee

Die zweijährliche Weiterbildungsveranstaltung des Arbeitskreises Grundwasserbeobachtung fand mit einer Beteiligung von 180 Besuchern vom 29.09 – 01.10. 2016 in der Nationalen Akademie der Wissenschaften - Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina e.V in Halle (Saale) statt. Dem Arbeitskreis gehören Vertreter der Wasserwirtschafts- und Geologiebehörden aus den Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin, sowie dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig-Halle an.

Herr Prof. Gunnar Berg als Vizepräsident der Leopoldina hielt das Grußwort und gab einen kurzen Überblick über die Tagungsstätte und deren Aufgaben. Im Anschluss begrüßte und eröffnete Herr Mathias Weiland vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt (LHW) die Teilnehmer der neunten Veranstaltung dieser Art.

Das erste Vortrag zum Thema Grundwasser im 2. Bewirtschaftungsplan nach EG- WRRL wurde von Herrn Mathias Weiland referiert und informierte über aktuelle Anforderungen für die zweite Bewirtschaftungsphase nach Wasserrahmenrichtlinie. Im Anschluss stellte Frau Dr. Astrid Krüger das neu konzipierte EUA- Messnetz mit dem darin integrierten EU- Nitratmessnetz vor. Im folgenden Block stand die Grundwasserprobennahme im Mittelpunkt. Die klassische Probennahme und den Stand des aktuellen Merkblattes Funktionsprüfung wurde von Herrn Dr. Peter Börke vom LfULG vorgetragen. Die Bedeutung der richtigen Vorbereitung der Gerätschaften für die Vor-Ort- Messungen erläuterte Herr Dr. Claus Nitsche (BGD GmbH Dresden) und danach folgten Ausführungen zur Qualitätsprüfung und –sicherung von Grundwasserproben durch Herrn Dr. Norbert Klaas von der Stuttgarter Universität.

Ein Messfahrzeug und dessen Einsatzmöglichkeiten insbesondere in sehr tiefen Aquiferen stellte eindrucksvoll Frau Annia Greif von der Wismut GmbH vor. Herr Frank Küchler von der DAKKS – Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH – gab einen Überblick über die in Deutschland gesetzlichen Zusammenhänge zwischen Konformitätsbewertungen und Akkreditierungsverfahren der Untersuchungs- und Inspektionsstellen und erläuterte auch beispielhaft die Mindestanforderungen bei der Grundwasserprobennahme.

Der darauf folgende und letzte Block des ersten Tages stand ganz unter dem Thema der Hydrobiologie. Frau Dr. Uta Böckelmann von den Berliner Wasserbetrieben erläuterte in interessanter Art und Weise die zu beachtenden mikrobiologischen Parameter für das Trinkwasser.

Herr Dr. Hans-Jürgen Hahn vom Institut für Grundwasserökologie aus Landau brachte den Tagungsteilnehmern  den Lebensraum von Quellen in seinem Referat Quellenfauna im Nationalpark Harz eindrucksvoll nahe. Zusätzlich wurden faunistische Aspekte zur Trinkwasserversorgung beleuchtet. Im Anschluss zeigten Frau Dr. van den Berg- Stein (gleichfalls vom IGÖ Landau) und Herr Dr. Hahn lebende Quell- und Grundwassertiere mit anschaulichen Erläuterungen.

Am zweiten Tag der Veranstaltung wurden im 3. Block Grundlagen der Grundwasserüberwachung und die Funktionsprüfung an Grundwassermessstellen vorgestellt. Frau Kathrin Brinschwitz von der Fugro Consult GmbH stellte Ergebnisse einer Stichtagsmessung in Sachsen mit dem Ziel eines landesweiten Grundwasserisohypsenplanes für den Lockergesteinsbereich vor. Herr Michael Maurer (BBI GmbH Gommern) erläuterte beispielhaft Möglichkeiten von Funktionsprüfungen. Herr Fabian Musche von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden widmete sich der Identifizierung von eisenhaltigen Grundwasserzuströmen in Gewässern der Bergbaufolgelandschaften mithilfe von adaptierter Direct-Push-Technik zur schnellen und räumlich hoch aufgelösten Erkundung.

Im letzten Block standen das Monitoring und parameterspezifische Auswertungen im Vordergrund. So wurden praktische Erfahrungen beim Monitoring der LMBV in Brandenburg von Herrn Jörn Günther (IWB GmbH) vorgestellt. Herr Frank Haubrich von der G.E.O.S. Freiberg GmbH erläuterte Anwendungsmöglichkeiten der Schwefel- und Sauerstoffisotopie. Um die Nährstoffthematik, insbesondere zum Parameter Nitrat ging es in den beiden letzten Referaten. Herr Dr. Stephan Hannappel (Hydor Consult Berlin GmbH) stellte Ergebnisse des DWA-Arbeitskreises „Stickstoffumsatz im Grundwasser“ zur verbleibenden Zeit des Nitratabbaues im oberflächennahen Grundwasser in Deutschland vor. Abschließend referierte Herr Dr. Rüdiger Wolter vom Umweltbundesamt über den EU-Nitratbericht 2016 und verdeutlichte die Entwicklung der Nitratbelastung in Deutschland.

In den Veranstaltungspausen gab es Gelegenheit, im Rahmen der Thematik Probennahme zweckdienliche und moderne Messtechnik durch verschiedene Anbieter anzuschauen und erläutert zu bekommen. Weiterhin wurden neben den Vorträgen wissenschaftliche Arbeiten als Poster zu verschiedenen Themen im Grundwasserbereich präsentiert.

Nahezu alle Teilnehmer nahmen am Praktikum im Geologischen Garten der Martin – Luther- Universität in Heide- Süd teil. Hier wurden an fünf Stationen unterschiedliche Themen wie zum Beispiel die klassische Probennahme,die Tiefenprobennahme mit speziellen Fahrzeugen sowie Multiparametersonden vorgestellt und die Geologie an ausgewählten Bohrkernen für den Standortbereich erklärt.

Die Veranstaltung endete am dritten Tag mit einer Fachexkursion in das ErlebnisZentrum Bergbau- Röhrigschacht Wettelrode bei Sangerhausen. Hier konnten die Teilnehmer bei einer ausgiebigen Führung 283 m unter Tage den ehemaligen Kupferschieferbergbau im Mansfelder Revier und seine Geschichte hautnah erleben.

Insgesamt kann für die Weiterbildung festgehalten werden, dass die Kombination von theoretischen Grundlagen und der praktischen Anwendung erneut einen sehr guten Zuspruch beim Fachpublikum erfahren hat und die Möglichkeiten des Erfahrungsaustausches einhergehend mit einer breiten Fachdiskussion von den Teilnehmern rege genutzt wurde.

Vorträge Block 0 - Einführung

Vorträge Block 1 - Grundwasserprobennahme - Grundlagen und Fehlerquellen

Vorträge Block 2 - Hydrobiologie

Vorträge Block 3 - Grundlagen und Funktionsprüfung

Weiterbildung Grundwassermonitoring und –probennahme vom 20.-22. November 2014 in der Heimvolkshochschule Seddin bei Potsdam

Die Veranstaltung knüpfte an die bisherigen Lehrgänge an und enthielt im Teil Probennahme und Analytik auf Wunsch vieler Teilnehmer auch wiederholende Elemente.

Der Vortragsteil wurde im Anschluss durch ein Praktikum am Nachmittag des 21.11.2014 ergänzt. Die Teilnehmer hatten dabei die Möglichkeit, ihre Kenntnisse zu vertiefen. Am Samstag, 22.11.2014 wurde die Veranstaltung mit einer Exkursion abgerundet.

Schwerpunkte der Fortbildung 2014 waren:

  1. Probennahmetechnik und Probennahmeorganisation
  2. Anwendung von Merkblättern der Grundwasserbeobachtung
  3. Hydrogeologische Grundlagen für Grundwassermessnetze
  4. Grundwassermonitoring mit besonderen Anforderungen

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Bild: Logo Arbeitskreis Grundwasserbeobachtung

Ansprechpartner Arbeitskreis Grundwasserbeobachtung

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 43: Siedlungswasserwirtschaft, Grundwasser

Dr. Peter Börke

Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt; Sachgebiet Chemie; Oberirdische Gewässer/ Grundwasser

Eike Barthel

  • TelefonTelefon: (0345) - 5484 547
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Landesamt für Umwelt Brandenburg, Abteilung Wasserwirtschaft 1 Referat Altlasten, Bodenschutz und Grundwassergüte

Angela Hermsdorf

  • TelefonTelefon: (033201)- 442 645
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