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Radon als Heilmittel

Radon wird unter ärztlicher Aufsicht zur Reizbehandlung von Leiden wie Morbus Bechterew, chronischen Schmerzzuständen, rheumatischen Erkrankungen, Arthrosen, chronischen Atemwegs- und Lungenerkrankungen, Hauterkrankungen, Allergien und neurologischen Erkrankungen angewendet.

Als Heilmittel wird Radon eine regulierende und stimulierende Wirkung auf den Stoffwechsel, das Immunsystem und innersekretorische Prozesse zugeschrieben.

Radontherapien werden in Form von Bädern, Inhalationen oder Trinkkuren verabreicht.
Foto: Radonbad

Radonbad (Foto: Kurgesellschaft Schlema mbH)

Radonkurorte in Sachsen

In Bad Schlema im Erzgebirge werden bereits seit 1918 Radonkuren durchgeführt. In den 30er Jahren zählte das Radonbad Oberschlema zu den bedeutendsten deutschen Heilbädern mit internationalem Ruf. Heute lebt diese Tradition wieder auf. So wurde der Gemeinde Schlema am 25. Oktober 1998 erneut das Prädikat »Ort mit Heilquellenkurbetrieb« und im Oktober 2004 dann der Status eines Bades verliehen. Weitere sächsische Radonkurorte sind Bad Brambach und Bad Elster.

Studien und Forschung zur Heilwirkung von Radon

Die Heilwirkung von Radon wurde in verschiedenen Studien untersucht, wie zum Beispiel in der in Schlema durchgeführten Doppelblindstudie von 1992 sowie in analogen Untersuchungen in Bad Steben, Bad Brambach und Bad Kreuznach. Die Studienergebnisse bestätigen die Heilwirkung von Radon, besonders seine lindernde Wirkung bei Schmerzzuständen. Näheres ist unter dem Internetauftritt des Kurbad Bad Schlema zu finden.

Strahlenexposition bei Radonbehandlung

Die Strahlendosen durch Radonkuren liegen im Bereich der natürlichen Strahlenexposition, so dass bei entsprechender Indikation der Nutzen einer solchen Kur überwiegt. So ist beispielsweise in vielen Fällen ein Rückgang des Medikamentenverbrauchs, der meist mit schädlichen Nebenwirkungen verbunden ist, zu verzeichnen.

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Bild: Thematische Illustration: Radon

Ansprechpartner

Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft

Mandy Alisch-Mark

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

Dr. Stephanie Hurst

Sächsische Radonkurorte

Weiterführende Informationen