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Röntgendiagnostik

Die Röntgendiagnostik ist die am weitesten verbreitete Anwendungsform ionisierender Strahlen im Bereich der Medizin.

Der Patient sollte dem Arzt vor der Röntgenuntersuchung auf jeden Fall mitteilen, ob in jüngster Zeit eine ähnliche Untersuchung durchgeführt worden ist - am besten durch Vorlage des Röntgenpasses. Zur Vermeidung einer Strahlenbelastung des Embryos ist der Arzt unbedingt über eine bestehende oder den Verdacht einer Schwangerschaft zu informieren. Ärzte die Röntgenuntersuchungen anordnen sind verpflichtet, nach einer bestehenden Schwangerschaft zu fragen.

Funktionsweise

Für eine Röntgenuntersuchung (radiologische Untersuchung oder Radiographie) werden in einer Röhre Röntgenstrahlen erzeugt, die einen Film schwärzen können. Diese Röntgenstrahlen durchdringen den menschlichen Körper und werden aufgrund der Gewebeeigenschaften unterschiedlich abgeschwächt.

Je dichter das Gewebe, desto mehr Strahlen werden absorbiert. Dadurch erscheint hartes Gewebe wie zum Beispiel Knochen auf dem Röntgenbild hell, weiches Gewebe wie die Lunge, Fett oder Muskeln dunkel. Der traditionelle Röntgenfilm wird zunehmend durch elektronische Speichermedien (digitale Radiographie) ersetzt, wodurch die gleiche Bildqualität erreicht werden kann bei geringerer Strahlenbelastung.

Bei der Röntgendurchleuchtung wird die aus dem Körper austretende Strahlung mittels eines fluoreszierenden Schirmes oder Bildverstärkers auf einem Monitor als bewegtes Bild dargestellt.

Abbildung links: Computertomograph (Quelle: TU Dresden, OncoRay); Abbildung rechts: Röntgenpass ( Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft)

Strahlenexposition

Auch Röntgenuntersuchungen setzen den Körper einer Strahlenbelastung aus. Deshalb muss ihre Anwendung stets hinsichtlich ihres diagnostischen Nutzens für den Patienten abgewogen werden. Die Abwägung muss von einem approbierten Arzt mit besonderen Kenntnissen im Strahlenschutz (Fachkunde) durch eine Indikationsstellung getroffen werden. Die einzelnen Diagnoseverfahren verursachen dabei unterschiedliche Strahlenbelastungen.