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Strahlentherapie

Die Strahlentherapie ist neben der Chirurgie und der Chemotherapie eine der tragenden Säulen in der Krebsbehandlung. Die Strahlentherapie kann mit einem chirurgischen Eingriff am kranken Gewebe verglichen werden. Sie stellt jedoch einen nichtoperativen lokalen Eingriff dar, der sich hinsichtlich der Wirkung und Nebenwirkungen auf die behandelte Körperregion beschränkt.

Ein wichtiges Prinzip in der Strahlentherapie besteht darin, dass das den Krankheitsherd umgebende gesunde Gewebe des menschlichen Körpers geschont wird und die Krebszellen möglichst dauerhaft abgetötet werden. Um die Schonung des gesunden Gewebes sicherzustellen, wird die Gesamtdosis auf mehrere Tage oder Wochen verteilt.

Daher ist die moderne Strahlentherapie eine Behandlungsmethode, die mit strahlenphysikalischen Methoden genau geplant wird. Ein Medizinphysik-Experte (MPE) berechnet exakt die Dosis, die in der Körperregion aufgenommen werden soll. Heute werden so genannte medizinische Linearbeschleuniger (LINACs) eingesetzt, die zu diesem Zweck mit großer Präzision hochenergetische Röntgenstrahlen produzieren.
Foto: Medizinischer Linearbeschleuniger

Medizinischer Linearbeschleuniger (Foto: Sachverständigen- und Beratungsorganisation für Strahlenschutz (SBS) Chemnitz)

Hierbei werden auch die natürlichen Organbewegungen durch bildgesteuerte Bestrahlungen berücksichtigt, wobei Strahlentherapeuten hier von der Einbeziehung der Zeit als vierter Dimension sprechen.

Für eine exaktere Bestrahlungsplanung werden zunehmend Bildgebende Verfahren benutzt, bei denen Röntgen- und Gammastrahlen zur Bildentstehung beitragen. Die dazu verwendeten Geräte bezeichnet man als Positronen-Emissionstomographie-Röntgencomputertomographen (PET CT).

Eine weitere neue, technologisch anspruchsvolle Behandlung, bei der mittels ionisierender Strahlung kleinste Tumore nach exakt computergestützter Planung behandelt werden, ist die Radiochirurgie.