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Ärztliche Stellen und ermächtigte Ärzte

Neben den zuständigen Aufsichtsbehörden wird die Qualitätssicherung des fachkundigen Arztes durch die Ärztlichen Stellen bei den Landesärztekammern überprüft. Die Qualitätssicherung bei der Anwendung ionisierender Strahlung und radioaktiver Stoffe in der Medizin ist ausschlaggebend für die diagnostische Aussagen und die Durchführung einer Therapie sowie für die Strahlenexposition, der die Patienten dabei ausgesetzt sind.

Aufgaben der Ärztlichen Stellen

Die Ärztliche Stelle hat eine Mittlerfunktion zwischen dem anwendenden Arzt und den zuständigen Behörden. Sie berät bei der Optimierung der Strahlenanwendung und gibt gegebenenfalls Empfehlungen zur Verringerung der Strahlenexposition. Darüber hinaus prüft die Ärztliche Stelle, ob und inwieweit ihre Vorschläge umgesetzt wurden, um eine Qualitätssicherung auf hohem Niveau zu gewährleisten.

Grundlegend für alle medizinischen Strahlenanwendungen sind folgende Faktoren:

  • Rechtfertigung der Anwendung,
  • Dosisbegrenzung,
  • Optimierung.
Abbildung: Bestrahlungsplan Computertomographie (Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft)

Abbildung: Bestrahlungsplan Computertomographie (Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft)

Ermächtigte Ärzte

Die Strahlenschutzverordnung und die Röntgenverordnung schreiben zum Schutz der Gesundheit beruflich strahlenexponierter Personen Maßnahmen der arbeitsmedizinischen Vorsorge durch ermächtigte Ärzte vor. Hierzu gehören auch Untersuchungen von Personen an Arbeitsplätzen mit natürlich vorkommenden radioaktiven Stoffen und von fliegendem Personal. Für beruflich strahlenexponierte Personen kann die zuständige Behörde auch Maßnahmen der arbeitsmedizinischen Vorsorge anordnen.

Die ärztliche Untersuchung beruflich strahlenexponierter Personen ist nach den Grundsätzen der Arbeitsmedizin unter Berücksichtigung der Arbeitsplatzgegebenheiten und der damit verbundenen Belastungen und Beanspruchungen durchzuführen.
Die Ärzte, die diese Untersuchungen und Beurteilungen vornehmen, müssen die für die arbeitsmedizinische Vorsorge beruflich strahlenexponierter Personen erforderliche Fachkunde im Strahlenschutz besitzen und von der zuständigen Behörde dazu ermächtigt sein.
Die arbeitsmedizinische Vorsorge beruflich strahlenexponierter Personen umfasst

  • die ärztliche Untersuchung,
  • die ärztliche Beurteilung und
  • die besondere arbeitsmedizinische Vorsorge.

Das Ziel der ärztlichen Untersuchung ist die Feststellung der gesundheitlichen Eignung beruflich strahlenexponierter Personen zur Ausübung und Fortführung ihrer beruflichen Tätigkeit.