Sanierung von Altstandorten
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Sanierung von Altstandorten

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und die von ihm beauftragte Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit mbH (GRS) führte zwischen 1991 und 2000 in den Bundesländern Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen das Projekt »Erfassung und Bewertung bergbaulicher Umweltradioaktivität – Altlastenkataster« durch. Ziel war die Identifikation von bergbaulichen Objekten und bergbaulich beeinflussten Flächen, für die aus Gründen des vorsorgenden Strahlenschutzes Sanierungsmaßnahmen oder Nutzungsbeschränkungen zu erwägen sind. Zu diesem Zweck wurden die Hinterlassenschaften in einem Eingrenzungsverfahren schrittweise identifiziert, untersucht und bewertet. 25 der dabei untersuchten Verdachtsflächen und 5.314 der erfassten Einzelobjekte befinden sich im Freistaat Sachsen.
Karte: Untersuchte Verdachtsflächen im Projekt »Erfassung und Bewertung bergbaulicher Umweltradioaktivität - Altlastenkataster«

Untersuchte Verdachtsflächen im Projekt »Erfassung und Bewertung bergbaulicher Umweltradioaktivität - Altlastenkataster«

Für die Sanierung der als Altstandorte bezeichneten Hinterlassenschaften aus dem ehemaligen Uranerzbergbau, die nicht der Sanierungsverantwortung der Wismut GmbH unterliegen, d.h. die vor 1990 stillgelegt und wieder an private Eigentümer oder Kommunen übereignet wurden, wurde im September 2003 das »Verwaltungsabkommen Wismut-Altstandorte« zwischen dem Freistaat Sachsen und dem Bund abgeschlossen.

Verwaltungsabkommen Wismut-Altstandorte

Der Bund und der Freistaat Sachsen stellen gestaffelt bis zum Jahr 2012 jeweils 39 Millionen Euro für die Sanierung dieser Objekte zur Verfügung. Die Sanierungsmaßnahmen wurden unmittelbar nach dem Abschluss des Verwaltungsabkommens begonnen und werden schrittweise weitergeführt.

Kriterien für die radiologische Bewertung

Die Kriterien für die radiologische Bewertung orientierten sich vor allem an den Grundsätzen, die die Strahlenschutzkommission Deutschlands (SSK) in ihren in der Linkliste aufgeführten Empfehlungen niedergelegt hat. Von zentraler Bedeutung ist dabei der Richtwert der jährlichen effektiven Dosis von 1 Millisievert pro Jahr (mSv/a), bei dessen Überschreitung Maßnahmen zur Verringerung der Strahlenexposition geprüft werden müssen.

Untersuchungsergebnisse des Projektes Altlastenkataster

Die Ergebnisse wurden dem Landesamt für Umwelt und Geologie übergeben. Danach weisen etwa 80 % der in Sachsen untersuchten Objekte und Flächen Radioaktivitätswerte im natürlichen Bereich auf und haben keine radiologische Relevanz. Für die übrigen, als radiologisch relevant eingestuften Objekte und Flächen bedarf es für abschließende Aussagen zum Sanierungsbedarf und insbesondere zum Sanierungsumfang weitergehender objekt- und nutzungsbezogener Untersuchungen.

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Bild: Thematische Illustration: Radioaktive Altlasten und Altstandorte

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 53: Strahlenschutz

Andrea Sperrhacke

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Dr. Klaus Flesch

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