Integriertes Mess- und Informationssystem der Umweltradioaktivität (IMIS)
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Integriertes Mess- und Informationssystem der Umweltradioaktivität (IMIS)

Dieses, kurz IMIS genannte, Mess- und Informationssystem wurde in Deutschland nach dem Unfall von Tschernobyl ins Leben gerufen, um Auswirkungen von kerntechnischen Unfällen oder Katastrophen frühzeitig zu erfassen.Die gesetzliche Grundlage dafür bildete das 1986 vom Bundestag verabschiedete und inzwischen novellierte Strahlenschutzvorsorgegesetz (StrVG).

Sachsen ist in die bundesweiten Messnetze dieses Systems einbezogen, das flächendeckend und fortlaufend die wichtigsten Ausbreitungspfade für freigesetzte Radionuklide überwacht: Luft, Boden, Wasser, Nahrungs- und Futtermittel.

IMIS ist in drei Ebenen aufgebaut:

  • Datenerhebung
  • Datenaufbereitung
  • Entscheidung

Permanente Messungen erlauben es, relevante Veränderungen der Umweltradioaktivität schnell und zuverlässig zu erfassen und zu bewerten.

In einer radiologischen Notfallsituation kann IMIS im Zweistundentakt Daten erheben und liefert damit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) die Entscheidungsgrundlagen für rasches Handeln. Das BMUB gibt dann Empfehlungen für Verhaltensweisen zum vorsorglichen Gesundheitsschutz an die Bevölkerung und entscheidet, gegebenenfalls in Abstimmung mit dem Gesundheits- und dem Landwirtschaftsministerium, ob und welche Maßnahmen erforderlich werden. Es informiert Parlament und Öffentlichkeit je nach Lageentwicklung zeitgerecht und unterrichtet die entsprechenden internationalen Organisationen.
Karte mit Gamma-Ortsdosisleistung

Karte mit Gamma-Ortsdosisleistung (Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz)

Die Werte können aktuell von der Website des Bundesamtes für Strahlenschutz abgerufen werden.