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Messprogramme und Ergebnisse

Das in der Bodenluft natürlicherweise vorhandene Radon ist - neben der Bauweise und dem Bauzustand eines Hauses - die Hauptursache für mögliche erhöhte Radonkonzentrationen in einem Gebäude. Es ist daher von öffentlichem Interesse, das regional unterschiedliche Vorhandensein von Radon in der Bodenluft zu untersuchen, um angemessene Empfehlungen für gezielte Messungen in Häusern und bauliche Maßnahmen zum Radonschutz aussprechen zu können.

Deutschlandweites Messprogramm zu Radon in der Bodenluft

Ein erster Schritt hierzu wurde durch ein bundesweites Messprogramm bis zum Jahr 2004 getan, in dessen Ergebnis eine Deutschlandkarte zu diesem Thema erstellt wurde. Der entsprechende Kartenausschnitt des Freistaates Sachsen zeigt die regionalen Schwerpunkte, jedoch genügt die Dichte der zugrunde liegenden Messpunkte nicht aus, um Aussagen auf Gemeindeebene treffen zu können.

Sächsische Messprogramme zu Radon

Für den Freistaat Sachsen führt die Radonberatungsstelle der Staatlichen Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft (BfUL) eigene Messprogramme zu folgenden Fragestellungen durch:

a) Um die maßgeblichen Prozesse beim Eindringen und Ausbreiten des Radons in Gebäude besser zu verstehen und die Radonsituation in Sachsen besser einschätzen zu können, sollen die Daten zu Radon in Gebäuden und dem jeweiligen Untergrund sowie zu den bestimmenden Hauseigenschaften vervollständigt und erweitert werden. Lücken in der bestehenden Datenbasis sollen durch nachträgliche Erhebungen beseitigt werden. Weiterhin sollen neue Daten erhoben werden.

b) Für öffentliche Gebäude wirkt sich die spezielle Nutzung auf die Radonsituation aus. Um die Messungen und Bewertungsansätze entsprechend anpassen zu können, soll die Datenbasis für öffentliche Gebäude erweitert werden.

Im Rahmen der Messprogramme werden durch die Radonberatungsstelle kostenfrei Messungen und Radonberatungen durchgeführt, wenn die Voraussetzungen für eine Teilnahme erfüllt sind. Erläuterungen sind auf der Seite zum jeweiligen Messprogramm zu finden.
 

Die allgemeine Beratung zur Wirkung des Radons, zu Empfehlungen und Schutzmöglichkeiten ist kostenfrei.

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Bild: Thematische Illustration: Radon

Ansprechpartner

Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft

Mandy Alisch-Mark

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

Dr. Stephanie Hurst