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Ärztliche Stelle

Herzuntersuchung

Abbildung: Herzuntersuchung (Quelle: Praxis Dr. Kleinertz, Chemnitz)

Die Ärtzliche Stelle hat eine Mittlerfunktion zwischen den Strahlenschutzverantwortlichen und den zuständigen Strahlenschutzbehörden in Sachsen. Sie berät den behandelnden Arzt bei der Optimierung der Strahlenanwendung und gibt Empfehlungen zur Verringerung der Strahlenexposition. Darüber hinaus prüft die ärztliche Stelle, ob und inwieweit die Vorschläge umgesetzt wurden, um eine Qualitätssicherung auf hohem Niveau zu gewährleisten. Sie ist verpflichtet, den zuständigen Behörden, die Ergebnisse der Überprüfungen, das Abweichen von Qualitätsstandards und die Nichtbeachtung der von ihr unterbreiteten Vorschläge zur Qualitätsverbesserung sowie der Reduzierung der Strahlenbelastung mitzuteilen.

Die Ärztliche Stelle kann selbst keine behördlichen Maßnahmen treffen. Sie unterrichtet daher das Sächsische Landesamt für Umwelt und Geologie bzw. die zuständigen Regierungspräsidien in den Fällen, in denen aufsichtsrechtliche Maßnahmen für Notwendig erachtet werden.

Die Überprüfungen erfolgen in Zeitabständen von ein bis drei Jahren (Regelabstand zwei Jahre) und werden auf dem Gebiet der Strahlentherapie vor Ort durchgeführt. Die Ermächtigungsgrundlage für die Regelung der Qualitätssicherung bei der medizinischen Strahlenanwendung ist § 12 Abs. 1 Nr. 3 c Atomgesetz.

Die Ärztliche Stelle hat durch entsprechende personelle Kompetenz dafür zu sorgen, dass die Strahlenanwendungen nach dem Stand der Heilkunde durchgeführt werden.

Insbesondere werden:

  • die rechtfertigende Indikation (§ 80),
  • die Maßnahmen zur Optimierung der medizinischen Strahlenanwendung (§ 83 Abs. 1) und
  • die Einhaltung diagnostischer Referenzwerte (§ 81 Abs. 2) überprüft.