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Genehmigungsbedürftige Tätigkeiten

Im Strahlenschutz wird grundsätzlich zwischen Tätigkeiten und Arbeiten unterschieden.

Der Begriff Arbeiten bezeichnet Handlungen, die bei Vorhandensein von natürlicher Radioaktivität zu Strahlenexpositionen führen können, die aber nicht als Tätigkeiten gelten (z.B. im Bergbau oder bei fliegendem Personal in Flugzeugen). Das heißt, die Radioaktivität wird nicht gezielt genutzt.

Als Tätigkeiten bezeichnet der Gesetzgeber Handlungen, bei denen die bewusste Nutzung und Einwirkung radioaktiver Stoffe bzw. ionisierender Strahlung zu regeln sind, zum Beispiel:
  • der Umgang mit künstlich erzeugten und natürlich vorkommenden radioaktiven Stoffen (z.B. Nutzung als Kernbrennstoff),
  • der Erwerb, die Abgabe, die Beförderung und die grenzüberschreitende Verbringung radioaktiver Stoffe,
  • die Verwahrung und Aufbewahrung von Kernbrennstoffen, die Errichtung und der Betrieb von Anlagen nach § 7 des Atomgesetzes,
  • die Errichtung und der Betrieb von Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlen und
  • der Zusatz von radioaktiven Stoffen bei der Herstellung von Konsumgütern, Arzneimitten usw.

Themen

  • Rechtliche Informationen
    Zum Schutz der Bevölkerung ist der Umgang mit radioaktiven Stoffen und ionisierenden Strahlen umfassend geregelt.
  • Zuständige Behörden und Stellen
    Für die Genehmigung und Überwachung der Anwendung ionisierender Strahlen in den unterschiedlichen Bereichen sind verschiedene Behörden und Stellen zuständig.
  • Umgang mit radioaktiven Stoffen
    Der Umgang mit umschlossenen oder offenen radioaktiven Stoffen erfordert besondere Schutzmaßnahmen.
  • Beförderung radioaktiver Stoffe
    Für die Beförderung radioaktiver Stoffe innerhalb Sachsens, im Inland oder ins Ausland gelten verschiedene gesetzliche Regelungen und sie ist genehmigungspflichtig.
  • Beschäftigung in fremden Anlagen oder Einrichtungen
    Leistungen einer Firma in fremden Anlagen oder Einrichtungen, in denen mit radioaktiven Stoffen umgegangen wird bzw. wo Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlung betrieben werden, bedürfen einer Genehmigung, die mit bestimmten Auflagen verbunden ist.
  • Betrieb von Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlen
    Der Betrieb von Anlagen, die ionisierende Strahlen erzeugen, unterliegt besonderen gesetzlichen Regelungen und der Genehmigungspflicht.
  • Fachkunde und Kenntnisse
    Die Anwendung radioaktiver Stoffe oder ionisierender Strahlen am Menschen erfordert besondere Fachkunde und Kenntnisse, die nachgewiesen und regelmäßig aktualisiert werden müssen.
  • Anzeigebedürftiger Umgang
    Der Umgang mit bauartzugelassenen Vorrichtungen nach Strahlenschutzrecht vor 2001 unterliegt besonderen Regelungen.