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Seußlitzer Elbhügelland und Golk

Gebietsbeschreibung

Weitestgehend agrarisch genutztes Gebiet mit naturnahen Bachabschnitten und Laubwaldgesellschaften, im Süd- und Ostteil grünlandreich, durch Nadelholzforste geprägter Golkwald, darin naturnahe Bachabschnitte, Schlucht- und Schatthangwald

Seußlitzer Elbhügelland an der Goldkuppe (Foto: H. Blischke, Archiv Naturschutz LfULG)

Seußlitzer Elbhügelland an der Goldkuppe (Foto: H. Blischke, Archiv Naturschutz LfULG)

Schutzwürdigkeit

<keine Angabe>

Vogelarten und Erhaltungsziele

Im Gebiet sind 17 Vogelarten nach Sächsischem SPA-Fachkonzept (Anhang I-Arten der EG-Vogelschutzrichtlinie, Kategorie 1 und 2 der Roten Liste Sachsens) nachgewiesen.

Vogelart Anzahl der Brut-/ Revierpaare Grundschutz-VO/ Erhaltungsziele ¹
Baumfalke
(Falco subbuteo)
1-1 Mindestrepräsentanzart
Brachpieper
(Anthus campestris)
1-1
Eisvogel
(Alcedo atthis)
- vorkommend
Grauammer
(Miliaria calandra)
4-4 vorkommend
Grauspecht
(Picus canus)
- vorkommend
Heidelerche
(Lullula arborea)
5-5 Mindestrepräsentanzart
Neuntöter
(Lanius collurio)
2-2 Mindestrepräsentanzart
Ortolan
(Emberiza hortulana)
2-2 vorkommend
Rohrweihe
(Circus aeruginosus)
- vorkommend
Rotmilan
(Milvus milvus)
1-2 Mindestrepräsentanzart
Schwarzmilan
(Milvus migrans)
1-1 vorkommend
Schwarzspecht
(Dryocopus martius)
5-5 Mindestrepräsentanzart
Sperbergrasmücke
(Sylvia nisoria)
- vorkommend
Steinschmätzer
(Oenanthe oenanthe)
1-1
Weißstorch
(Ciconia ciconia)
- vorkommend
Wendehals
(Jynx torquilla)
3-3 vorkommend
Wespenbussard
(Pernis apivorus)
- Mindestrepräsentanzart

¹ in Grundschutzverordnung genannt als vorkommend, Mindestrepräsentanzart oder Top 5-Art, weitere Erläuterungen der Kategorien sind in diesem Dokument zu finden.

Weitere Erhaltungsziele: Das Vogelschutzgebiet weist außerdem bedeutende Brutgebiete von Vogelarten der Wälder sowie der grünlandbetonten und halboffenen Agrarlandschaft auf.

Lebensraumbezogene Erhaltungsziele, Vogellebensräume: Ziel in dem naturräumlich reichgliederten Gebiet mit flachwelligen bis hügeligen, weitgehend agrarisch genutzten Hochflächen am Südwestrand der Großenhainer Pflege mit Kuppen, Mulden und Kerbtälchen, der gut strukturierten Agrarlandschaft in der Niederung des Nieschützbaches und dem durch Nadelholzforste geprägten Golkwald sowie den im Nordteil reich gegliederten Talhängen ist es, einen günstigen Erhaltungszustand der genannten Vogelarten und damit eine ausreichende Vielfalt, Ausstattung und Flächengröße ihrer Lebensräume und Lebensstätten innerhalb des Gebietes zu gewährleisten oder diesen wiederherzustellen, wobei bestehende funktionale Zusammengehörigkeiten zu berücksichtigen sind. Lebensräume und Lebensstätten der genannten Vogelarten im Gebiet sind insbesondere großflächige Traubeneichen-Buchenwälder und Eichen- Hainbuchenwälder sowie Ahorn-Eschen-Schluchtwald, naturnahe Bachläufe mit Erlen-Eschen-Auenwald; zum Elbtal hin xerotherme Offenlandstandorte mit Mosaiken aus offenem Fels und thermophiler Vegetation (naturnahe Kalk- und Steppen- Trockenrasen und deren Verbuschungsstadien) und in Teilbereichen die strukturreiche Agrarlandschaft mit Grünland, Bächen, kleinen Teichen, Feldgehölzen, Streuobstwiesen sowie zerstreut Trockenrasen.

Maßgeblich für alle Erhaltungsziele des SPA ist der Originaltext in der Grundschutzverordnung im sächsischen Amtsblatt (siehe Box "Weiterführende Informationen"). Für die Richtigkeit der hier angegebenen Erhaltungsziele wird keine Gewähr übernommen.

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Bild: Natura 2000-Logo

Vogelschutzgebiet (SPA)

Landesinterne Nr.: 30
EU-Meldenr.: 4746-451
Meldestand: -1/2006
Gesamtfläche: 861 ha
Naturraum: Großenhainer Pflege
Bezeichnung der Teilgebiete: <keine Angabe>

Weiterführende Informationen

*Hinweis:
Über den Link Grundschutzverordnung werden Sie zum Portal REVOSax weitergeleitet und können dort mit Klick auf »Historische Fassung« (linke Seite) und danach auf »Stammfassung« auf die inhaltlich fortgeltende Grundschutzverordnung zugreifen.

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