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Osterzgebirgstäler

Gebietsbeschreibung

Weitgehend naturnahe Bachtäler, reich strukturierte, oft steilhängige, felsige Kerb- bis Sohlentäler, unterschiedliche Laubwaldtypen je nach Exposition u. Hanglage sowie Nadelholzforste u. Auwälder, randlich strukturreiche Agrarlandschaft

Bach im Osterzgebirge (Foto: H. Blischke, Archiv Naturschutz LfULG)

Bach im Osterzgebirge (Foto: H. Blischke, Archiv Naturschutz LfULG)

Schutzwürdigkeit

Bedeutende Brutgebiete für (z.T. störungsempfindliche) Arten der Laub- und Laubmischwälder, die enge Verzahnung von gewässerreichen Talsohlen, bewaldeten Talhängen u. halboffener Agrarlandschaft kennzeichnet den besonderen Wert des Gebietes

Lage

Berührte NATURA 2000-Gebiete:

Landkreise/kreisfreie Städte: Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Gemeinden: Altenberg, Stadt; Bad Gottleuba-Berggießhübel, Stadt; Bahretal; Dohma; Dohna, Stadt; Glashütte, Stadt; Kreischa; Liebstadt, Stadt; Müglitztal; Pirna, Stadt

Vogelarten und Erhaltungsziele

Im Gebiet sind 18 Vogelarten nach Sächsischem SPA-Fachkonzept (Anhang I-Arten der EG-Vogelschutzrichtlinie, Kategorie 1 und 2 der Roten Liste Sachsens) nachgewiesen.

Vogelart Anzahl der Brut-/ Revierpaare (SPA-Ersterfassung 2006 bis 2008) Grundschutz-VO/ Erhaltungsziele ¹
Baumfalke
(Falco subbuteo)
- vorkommend
Birkhuhn
(Tetrao tetrix)
- vorkommend
Eisvogel
(Alcedo atthis)
3-4 Mindestrepräsentanzart
Grauspecht
(Picus canus)
2-6 Mindestrepräsentanzart
Kiebitz
(Vanellus vanellus)
- vorkommend
Neuntöter
(Lanius collurio)
28-28 Mindestrepräsentanzart
Rotmilan
(Milvus milvus)
2-3 Mindestrepräsentanzart
Schwarzmilan
(Milvus migrans)
- vorkommend
Schwarzspecht
(Dryocopus martius)
8-11 Mindestrepräsentanzart
Schwarzstorch
(Ciconia nigra)
1-1 Mindestrepräsentanzart
Seeadler
(Haliaeetus albicilla)
1-1
Sperbergrasmücke
(Sylvia nisoria)
2-3
Sperlingskauz
(Glaucidium passerinum)
- vorkommend
Uhu
(Bubo bubo)
5-5 vorkommend
Wachtelkönig
(Crex crex)
3-3 Mindestrepräsentanzart
Wendehals
(Jynx torquilla)
- vorkommend
Wespenbussard
(Pernis apivorus)
1-2 Mindestrepräsentanzart
Zwergschnäpper
(Ficedula parva)
0-1

¹ in Grundschutzverordnung genannt als vorkommend, Mindestrepräsentanzart oder Top 5-Art, weitere Erläuterungen der Kategorien sind in diesem Dokument zu finden.

Weitere Erhaltungsziele: <keine Angabe>

Lebensraumbezogene Erhaltungsziele, Vogellebensräume: Ziel in den hauptsächlich süd-nord-gerichteten, gewundenen und oft steilhängigen, felsigen Kerb- bis Sohlentälern mit gefällereichen Nebentälern ist es, einen günstigen Erhaltungszustand der genannten Vogelarten und damit eine ausreichende Vielfalt, Ausstattung und Flächengröße ihrer Lebensräume und Lebensstätten innerhalb des Gebietes zu gewährleisten oder diesen wiederherzustellen, wobei bestehende funktionale Zusammengehörigkeiten zu berücksichtigen sind. Lebensräume und Lebensstätten der genannten Vogelarten im Gebiet sind insbesondere überwiegend naturnahe Fließgewässer, deren Ufer z. T. mit Erosionskanten und Schotterbänken, Hochstaudenfluren und Auengehölzen besetzt sind; Talsohlen mit montanen Erlen-Eschen-Auenwald, Feuchtgrünland und mesophiles Grünland; größtenteils bewaldete Hänge mit naturnahen Laubholzbeständen, je nach Exposition und Hanglage unterschiedlich feuchte bzw. trockene Buchenmischwälder, Eichen- Hainbuchenwälder, Schlucht- und Hangmischwälder ¿ eingeschlossen relativ großflächige Vorkommen von Schutthalden¿ sowie Nadelholz-Aufforstungen; halboffene Hangpartien mit eingestreuten, extensiv genutzten Grünlandflächen unterschiedlicher Feuchte- und Trophiegrade (Bergwiesen, z. T. Borstgrasrasen; in den unteren Lagen mesophile Mähwiesen) sowie Nieder- und Zwischenmoorbereiche.

Maßgeblich für alle Erhaltungsziele des SPA ist der Originaltext in der Grundschutzverordnung im sächsischen Amtsblatt (siehe Box "Weiterführende Informationen"). Für die Richtigkeit der hier angegebenen Erhaltungsziele wird keine Gewähr übernommen.

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Bild: Natura 2000-Logo

Vogelschutzgebiet (SPA)

Landesinterne Nr.: 59
EU-Meldenr.: 5048-451
Meldestand: -1/2006
Gesamtfläche: 4894 ha
Naturraum: Unteres Osterzgebirge
Bezeichnung der Teilgebiete: <keine Angabe>, <keine Angabe>, <keine Angabe>, <keine Angabe>, <keine Angabe>, <keine Angabe>, <keine Angabe>, <keine Angabe>

Weiterführende Informationen

*Hinweis:
Über den Link Grundschutzverordnung werden Sie zum Portal REVOSax weitergeleitet und können dort mit Klick auf »Historische Fassung« (linke Seite) und danach auf »Stammfassung« auf die inhaltlich fortgeltende Grundschutzverordnung zugreifen.

Ansprechpartner

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    Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
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Referat 62: Artenschutz

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