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Gohrischheide

Gebietsbeschreibung

Auf fast ebener Talsandplatte (Niederterrasse) Sukzession vom Offenland zum Wald, vor allem im zentralen Teil Mosaike aus offenen Schotter- und Sandflächen, Sandheiden, (Birken-)Vorwäldern, anteilig strukturreiche Wäldern

Gohrischheide bei Zeithain (Foto: P. Kneis, Archiv Naturschutz LfULG)

Gohrischheide bei Zeithain (Foto: P. Kneis, Archiv Naturschutz LfULG)

Schutzwürdigkeit

<keine Angabe>

Vogelarten und Erhaltungsziele

Im Gebiet sind 25 Vogelarten nach Sächsischem SPA-Fachkonzept (Anhang I-Arten der EG-Vogelschutzrichtlinie, Kategorie 1 und 2 der Roten Liste Sachsens) nachgewiesen.

Vogelart Anzahl der Brut-/ Revierpaare Grundschutz-VO/ Erhaltungsziele ¹
Baumfalke
(Falco subbuteo)
2-2 Top5-Art
Brachpieper
(Anthus campestris)
4-4 vorkommend
Fischadler
(Pandion haliaetus)
- vorkommend
Grauammer
(Miliaria calandra)
95-100 Top5-Art
Grauspecht
(Picus canus)
- Mindestrepräsentanzart
Heidelerche
(Lullula arborea)
105-105 Top5-Art
Kornweihe
(Circus cyaneus)
- vorkommend
Neuntöter
(Lanius collurio)
80-90 Mindestrepräsentanzart
Ortolan
(Emberiza hortulana)
0-1 vorkommend
Raubwürger
(Lanius excubitor)
7-8 Top5-Art
Raufußkauz
(Aegolius funereus)
0-1 Mindestrepräsentanzart
Rohrweihe
(Circus aeruginosus)
- vorkommend
Rotmilan
(Milvus milvus)
1-1 Mindestrepräsentanzart
Schwarzmilan
(Milvus migrans)
- vorkommend
Schwarzspecht
(Dryocopus martius)
0-3 Mindestrepräsentanzart
Seeadler
(Haliaeetus albicilla)
2-2 vorkommend
Sperbergrasmücke
(Sylvia nisoria)
55-62 Top5-Art
Sperlingskauz
(Glaucidium passerinum)
- vorkommend
Steinschmätzer
(Oenanthe oenanthe)
2-2 vorkommend
Sumpfohreule
(Asio flammeus)
<keine Angabe> vorkommend
Weißstorch
(Ciconia ciconia)
- vorkommend
Wendehals
(Jynx torquilla)
34-42 Top5-Art
Wespenbussard
(Pernis apivorus)
1-1 Mindestrepräsentanzart
Wiedehopf
(Upupa epops)
5-10 Top5-Art
Ziegenmelker
(Caprimulgus europaeus)
84-84 Top5-Art

¹ in Grundschutzverordnung genannt als vorkommend, Mindestrepräsentanzart oder Top 5-Art, weitere Erläuterungen der Kategorien sind in diesem Dokument zu finden.

Weitere Erhaltungsziele: Außerdem ist das Gebiet bedeutend für die Gewährleistung einer räumlichen Ausgewogenheit der Meldekulisse im Hinblick auf den Seeadler.

Lebensraumbezogene Erhaltungsziele, Vogellebensräume: Ziel auf der ehemals militärisch genutzten Fläche (aktuell findet nur noch im Südwesten geringfügiger Übungsbetrieb statt) mit Sukzessionsreihen vom Offenland zum Wald ist es, einen günstigen Erhaltungszustand der genannten Vogelarten und damit eine ausreichende Vielfalt, Ausstattung und Flächengröße ihrer Lebensräume und Lebensstätten innerhalb des Gebietes zu gewährleisten oder diesen wiederherzustellen, wobei bestehende funktionale Zusammengehörigkeiten zu berücksichtigen sind. Lebensräume und Lebensstätten der genannten Vogelarten im Gebiet sind insbesondere im zentralen Teil Mosaike aus offenen Schotter- und Sandflächen mit Ansiedlung von Silbergras und Straußgras, großflächigen Sandmagerrasen und trockenen Sandheiden mit Calluna und Besenginster, Trockengebüschen sowie Borstgrasrasen, Übergänge, die über strukturreiche (Birken-) Vorwaldstadien zum Birken-Kiefern-Eichenwald und zum Beerstrauch-Kiefernwald führen, sowie randlich strukturarme Zwergstrauch-Kiefernforsten mit Kiefern-Althölzern.

Maßgeblich für alle Erhaltungsziele des SPA ist der Originaltext in der Grundschutzverordnung im sächsischen Amtsblatt (siehe Box "Weiterführende Informationen"). Für die Richtigkeit der hier angegebenen Erhaltungsziele wird keine Gewähr übernommen.

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Bild: Natura 2000-Logo

Vogelschutzgebiet (SPA)

Landesinterne Nr.: 28
EU-Meldenr.: 4545-451
Meldestand: -1/2006
Gesamtfläche: 3362 ha
Naturraum: Elbe-Elster-Tiefland
Bezeichnung der Teilgebiete: <keine Angabe>

Weiterführende Informationen

*Hinweis:
Über den Link Grundschutzverordnung werden Sie zum Portal REVOSax weitergeleitet und können dort mit Klick auf »Historische Fassung« (linke Seite) und danach auf »Stammfassung« auf die inhaltlich fortgeltende Grundschutzverordnung zugreifen.

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