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Doberschützer Wasser

Gebietsbeschreibung

Einzugsgebiet und Talsenke des Doberschützer Wassers mit naturnahen Fließgewässern, Teichkomplexen mit Verlandungszonen, Sumpf- und Bruchwäldern, Feuchtgrünland, neben Kiefernforsten auch naturnahe Laubwälder, z. T. größere Ackerflächen

Casslauer Wiesenteiche (Foto: H. Blischke, Archiv Naturschutz LfULG)

Casslauer Wiesenteiche (Foto: H. Blischke, Archiv Naturschutz LfULG)

Schutzwürdigkeit

<keine Angabe>

Lage

Berührte NATURA 2000-Gebiete:

Landkreise/kreisfreie Städte: Bautzen

Gemeinden: Crostwitz; Königswartha; Lohsa; Neschwitz; Puschwitz; Ralbitz-Rosenthal; Wittichenau, Stadt

Vogelarten und Erhaltungsziele

Im Gebiet sind 30 Vogelarten nach Sächsischem SPA-Fachkonzept (Anhang I-Arten der EG-Vogelschutzrichtlinie, Kategorie 1 und 2 der Roten Liste Sachsens) nachgewiesen.

Vogelart Anzahl der Brut-/ Revierpaare Grundschutz-VO/ Erhaltungsziele ¹
Baumfalke
(Falco subbuteo)
3-4 Mindestrepräsentanzart
Eisvogel
(Alcedo atthis)
2-2 Mindestrepräsentanzart
Grauammer
(Miliaria calandra)
1-1
Grauspecht
(Picus canus)
1-1 vorkommend
Heidelerche
(Lullula arborea)
5-8 Mindestrepräsentanzart
Kiebitz
(Vanellus vanellus)
- Mindestrepräsentanzart
Kleinralle
(Porzana parva)
- Mindestrepräsentanzart
Knäkente
(Anas querquedula)
4-4 Mindestrepräsentanzart
Kranich
(Grus grus)
9-10 Top5-Art
Löffelente
(Anas clypeata)
- Mindestrepräsentanzart
Mittelspecht
(Dendrocopos medius)
- vorkommend
Neuntöter
(Lanius collurio)
26-30 Mindestrepräsentanzart
Ortolan
(Emberiza hortulana)
2-4 Top5-Art
Raubwürger
(Lanius excubitor)
2-2 vorkommend
Rohrdommel
(Botaurus stellaris)
6-6 Top5-Art
Rohrweihe
(Circus aeruginosus)
11-12 Top5-Art
Rothalstaucher
(Podiceps grisegena)
2-4 vorkommend
Rotmilan
(Milvus milvus)
7-7 Mindestrepräsentanzart
Schilfrohrsänger
(Acrocephalus schoenobaenus)
0-1 vorkommend
Schwarzmilan
(Milvus migrans)
5-6 Mindestrepräsentanzart
Schwarzspecht
(Dryocopus martius)
5-5 Mindestrepräsentanzart
Seeadler
(Haliaeetus albicilla)
- vorkommend
Singschwan
(Cygnus cygnus)
2-3 Mindestrepräsentanzart
Sperbergrasmücke
(Sylvia nisoria)
- vorkommend
Sperlingskauz
(Glaucidium passerinum)
1-1 vorkommend
Tüpfelralle
(Porzana porzana)
0-2 vorkommend
Weißstorch
(Ciconia ciconia)
3-3 vorkommend
Wendehals
(Jynx torquilla)
- vorkommend
Wespenbussard
(Pernis apivorus)
- Mindestrepräsentanzart
Wiedehopf
(Upupa epops)
- vorkommend

¹ in Grundschutzverordnung genannt als vorkommend, Mindestrepräsentanzart oder Top 5-Art, weitere Erläuterungen der Kategorien sind in diesem Dokument zu finden.

Weitere Erhaltungsziele: Das Gebiet ist wichtig für die Gewährleistung der räumlichen Ausgewogenheit für den Rothalstaucher. Außerdem stellt das Vogelschutzgebiet ein bedeutendes Rast- und/oder Nahrungsgebiet für Saat- (Anser fabalis) und Blässgans (Anser albifrons) sowie für den Kranich dar.

Lebensraumbezogene Erhaltungsziele, Vogellebensräume: Ziel in dem in einer Talsenke liegenden Gebiet mit dem Namen gebenden naturnahen Fließgewässer, mehreren Teichkomplexen mit Verlandungszonen und Übergängen zu Sumpf- und Bruchwäldern, Feuchtwiesen, Zwischenmoorflächen mit Schwingrasen, Waldkiefern-Moorwald, Kiefernforsten, bodensaurem Eichenwald und Eichenmischwald sowie im Hügelgebiet mit Acker-Forst-Mischnutzung im Süden ist es, einen günstigen Erhaltungszustand der genannten Vogelarten und damit eine ausreichende Vielfalt, Ausstattung und Flächengröße ihrer Lebensräume und Lebensstätten innerhalb des Gebietes zu gewährleisten oder diesen wiederherzustellen, wobei bestehende funktionale Zusammengehörigkeiten zu berücksichtigen sind. Lebensräume und Lebensstätten der genannten Vogelarten im Gebiet sind insbesondere die Teiche mit den Röhricht- und Verlandungszonen sowie Brutinseln, offene Wasser- und Schlammflächen innerhalb des Röhrichts, Moorbereiche, strukturreiche naturnahe Waldbereiche mit Althölzern sowie stehendem und liegendem Totholz, Nest- und Höhlenbäumen, Offenbereichen und Lichtungen, naturnahe Fließgewässer und Gräben, Baumreihen, Hecken, Gebüsche und Feldgehölze, Feucht- und Nassgrünland, magere Frischwiesen, Brachen und Saumstrukturen.

Maßgeblich für alle Erhaltungsziele des SPA ist der Originaltext in der Grundschutzverordnung im sächsischen Amtsblatt (siehe Box "Weiterführende Informationen"). Für die Richtigkeit der hier angegebenen Erhaltungsziele wird keine Gewähr übernommen.

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Bild: Natura 2000-Logo

Vogelschutzgebiet (SPA)

Landesinterne Nr.: 39
EU-Meldenr.: 4651-451
Meldestand: -1/2006
Gesamtfläche: 2420 ha
Naturraum: Oberlausitzer Teichgebiet
Bezeichnung der Teilgebiete: <keine Angabe>, <keine Angabe>

Weiterführende Informationen

*Hinweis:
Über den Link Grundschutzverordnung werden Sie zum Portal REVOSax weitergeleitet und können dort mit Klick auf »Historische Fassung« (linke Seite) und danach auf »Stammfassung« auf die inhaltlich fortgeltende Grundschutzverordnung zugreifen.

Ansprechpartner

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Referat 62: Artenschutz

Heiner Blischke

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