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Zwergdommel - Ixobrychus minutus (L., 1766)

Die Zwergdommel (Ixobrychus minutus) ist mit beinahe 35 Zentimeter der kleinste heimische Reiher.

Die dämmerungsaktive Art lebt versteckt im Verlandungsbereich von stehenden Gewässern mit breiten Schilf- und Rohrkolbenbeständen, insbesondere dort, wo diese mit Weidenbüschen und Strauchwerk durchsetzt sind.
Bei Gefahr nehmen die Tiere, ähnlich der Rohrdommel, eine Pfahlstellung ein.
Zwergdommel (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, G. Engler)

Zwergdommel (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, G. Engler)

Von Anfang Mai bis Mitte Juli erstreckt sich die Brutzeit der Zwergdommel, die ihre Nester in Röhrichten oder Weidengebüschen anlegt. Die Vögel ziehen Ende August (einzelne Nachzügler auch wesentlich später) in die Überwinterungsgebiete nach Ostafrika und kehren Ende April/Anfang Mai in die Brutgebiete zurück.

Der früher in Sachsen verbreitete und stellenweise häufige Brutvogel des Flach- und Hügellandes ist in den letzten Jahrzehnten zunehmend seltener geworden und war bis in die 1990er Jahre nur noch mit einer Handvoll Brutpaaren in Sachsen vertreten. Danach hat sich der Bestand etwas erholt.
Heute wird der Gesamtbestand für Sachsen mit 10 bis 20 Brutpaaren angegeben, die vorwiegend im Oberlausitzer Heide- und Teichgebiet und im Leipziger Land beobachtet wurden.

Die Zwergdommel ist nach der Roten Liste der Wirbeltiere in Sachsen als stark gefährdet eingestuft. Als wesentliche Gefährdungsfaktoren müssen vor allem die Zerstörung von Feuchtgebieten und die intensive Teichbewirtschaftung angesehen werden.

Weiterführende Informationen zur Zwergdommel

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Heiner Blischke