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Rotmilan - Milvus milvus (L., 1758)

Der Rotmilan (Milvus milvus) ist ein mittelgroßer Greifvogel mit überwiegend rostrotem Gefieder und langem, tief gegabeltem Schwanz.

Bevorzugter Lebensraum sind alte Laubwälder, Waldreste und Gehölzstreifen in weiträumigen Feldfluren. Die Nahrungssuche erfolgt in der offenen Landschaft, vor allem auf Feldern, aber auch an Straßen, Mülldeponien, Kläranlagen, Fischzuchtgewässern und ähnlichem.
Rotmilan (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, H. Rank)

Rotmilan (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, H. Rank)

Die Rotmilane bauen ihr Nest vorwiegend auf Kiefern, Eichen, Erlen, Birken und anderen Bäumen. Ende Februar/Anfang März treffen die Tiere im Brutgebiet ein, der Abzug erfolgt meist im September.
Der Rotmilan brütet im gesamten sächsischen Gebiet mit Ausnahme der waldreichen Lagen im oberen Bergland und in der Sächsischen Schweiz. Vorkommensschwerpunkte sind die Gefildelandschaften Nordwestsachsens (besonders die Flussauen von Elbe und Mulde) und die Teichlandschaften.
Seit 1980 erfolgt eine Ausbreitung nach Süden mit Besiedlung der unteren Berglagen, vereinzelt bis 800 m ü. NN.

Verbreitungsschwerpunkt ist Nordsachsen, nach Süden merkliche Verringerung der Siedlungsdichte. Der Gesamtbestand in Sachsen wird auf 1000 bis 1400 Brutpaare geschätzt, wobei in den letzten Jahrzehnten eine deutliche Zunahme zu beobachten war.
Als Gefährdungsfaktoren für die Art gelten Intensivierung der Landnutzung mit Verringerung des Nahrungsangebotes, aber auch Verluste an Windenergieanlagen und Stromleitungen sowie im Straßenverkehr.

Weiterführende Informationen zum Rotmilan

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Heiner Blischke