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Rohrweihe - Circus aeruginosus (L., 1758)

Die Rohrweihe (Circus aeruginosus) ist etwa bussardgroß und durch die langen Flügel, den langen Schwanz und die schmale Gestalt deutlich als Weihe zu erkennen.

Rohrweihen vollführen eindrucksvolle Balzflüge. Die Brutzeit erstreckt sich von April bis Juni. Die Brutplätze finden sich meist im Röhricht der Verlandungszonen von Fischteichen und anderen größeren Stillgewässern, gelegentlich auch in Riedgrasgesellschaften, Ruderalflächen, Landröhrichten und zunehmend in Futter- und Getreideschlägen sowie Tagebaurestflächen.
Rohrweihe (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, G. Engler)

Rohrweihe (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, G. Engler)

Jagdhabitate sind neben den Gewässern und ihren Verlandungsbereichen, Sümpfe, Wiesen, Weiden und Felder.

Bereits im August beginnt der Zug in die afrikanischen Überwinterungsgebiete, die Ankunft im Brutgebiet ist meist Ende März/Anfang April.

Die Rohrweihe ist insbesondere im sächsischen Tiefland und den unteren Lagen des Hügellandes verbreitet. Sie gilt als Charakterart der Teichgebiete unterhalb 300 Meter ü. NN. In jüngerer Zeit gibt es zunehmend Brutnachweise aus dem Hügelland bis in das Bergland in Höhenlagen von 500 bis 550 m ü. NN (höchste Brutzeitbeobachtung bei 850 m ü. NN).

Der Gesamtbestand in Sachsen wird auf 600 bis 800 Brutpaare geschätzt, mit insgesamt steigender Tendenz in der Vergangenheit, regional auch mit Rückgängen. Als Gefährdungsfaktoren kommen Zerstörung des Lebensraums, Entwässerung von Feuchtgebieten und intensive Landnutzung in Frage.

Weiterführende Informationen zur Rohrweihe

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Heiner Blischke