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Wanderfalke - Falco peregrinus (TUNSTALL, 1771)

Der Wanderfalke (Falco peregrinus) ist mit einer Länge von 40 bis 50 Zentimetern ein großer Falke, der durch eine blaugraue Oberseite und eine weißliche Unterseite mit dunklen Querflecken gekennzeichnet ist.

Die Tiere brüten zwischen Mitte März und Mai an Felsen oder auf Bäumen. Die Felsbrüter benötigen steil aufragende Felswände oder hohe Felsklippen mit freiem Anflug. Baumbrüter siedeln in abwechslungsreichen Wald- und Wasserlandschaften des Flachlandes, wobei Brutreviere in Kiefernaltholz am Rande von Verjüngungsflächen, Mooren und größeren Gewässern bevorzugt werden.
Wanderfalke (Foto: Archiv Naturschutz  LfULG, U. Augst)

Wanderfalke (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, U. Augst)

Wichtigste Nahrungsgrundlage sind andere Vogelarten, die im Flug gejagt werden. Die Überwinterung erfolgt teilweise in Sachsen und teilweise in Böhmen bzw. Südwesteuropa.

In Sachsen war der Wanderfalke ehemals verbreitet. Vorkommen wurden im Elbsandsteingebirge, im Zittauer Gebirge, im Erzgebirge, in der Oberlausitz, aber auch in Mittel- und Nordwest-Sachsen dokumentiert. Seit den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts galt die Art als ausgestorben. Ende der 80er Jahre begann im Elbsandsteingebirge ein erfolgreiches Wiederansiedlungsprojekt. Heute ist der Wanderfalke in der Roten Liste Sachsens als gefährdet geführt. Hauptsächliches Vorkommen ist die Sächsische Schweiz und vereinzelt das Zittauer Gebirge und das Erzgebirge. Die Zahl der Brutvögel beläuft sich momentan auf 20 bis 30 Paare.

Als Rückgangs- und Gefährdungsursachen der weltweit bedrohten Art gelten insbesondere Störungen durch Freizeitaktivitäten sowie Verluste an Bauwerken (Sturz in Schächte und Schornsteine) und Freileitungen (Kollisionen).

Weiterführende Informationen zum Wanderfalken

Marginalspalte

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Heiner Blischke