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Tüpfelsumpfhuhn - Porzana porzana (L., 1766)

Das Tüpfelsumpfhuhn (Porzana porzana), auch als Tüpfelralle bezeichnet, ist ein drosselgroßer (22 bis 24 Zentimeter), grau-brauner Rallenvogel. Charakteristisch ist die weiße Tüpfelung des Gefieders, die auf der Oberseite schwach und auf der Unterseite stärker aufgeprägt ist.
Tüpfelsumpfhuhn (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, ILN Dresden)

Tüpfelsumpfhuhn (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, ILN Dresden)

Das Tüpfelsumpfhuhn besiedelt breite, in sumpfige Wiesen auslaufende Verlandungszonen an Teichen mit dichten Schilf- sowie Rohrkolben- und Seggenbeständen, kommt aber auch an moorigen Waldteichen, alten Torfstichen und sumpfigen Wiesenflächen vor.
Die Brut erfolgt in gut versteckten Nestern im Zeitraum von April bis Ende Juli.

Im August/September ziehen die Vögel in ihre Überwinterungsgebiete (vorwiegend Mittelmeerländer und Afrika), im April (Ende März bis Anfang Mai) kehren sie in die Brutgebiete zurück.

Das Tüpfelsumpfhuhn ist ein sporadischer Brutvogel des Tief- und Hügellandes, die obere Verbreitungsgrenze liegt bei etwa 300 Meter ü. NN. Verbreitungsschwerpunkt in Sachsen ist das Oberlausitzer Heide- und Teichgebiet, wobei weitere Beobachtungen zunehmend in anderen Teilen Sachsens gelingen, beispielsweise in den Naturräumen Königsbrück-Ruhlander Heiden, Düben-Dahlener Heide, Oberlausitzer Gefilde, Mulde-Lößhügelland, Leipziger Land und Vogtland.
Der Gesamtbestand der in Sachsen vom Aussterben bedrohten Art wird mit 20 bis 40 Brutpaaren angegeben.

Zu den wichtigsten Gefährdungsfaktoren gehören u.a. Entwässerung oder Änderungen des Wasserregimes, Zerstörung der Verlandungsvegetation, Störungen während der Brutzeit und Intensivierung der Teichnutzung.

Weitere Informationen zum Tüpfelsumpfhuhn

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Heiner Blischke