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Wachtelkönig - Crex crex (Linnaeus, 1758)

Der Wachtelkönig (Crex crex), ein knapp rebhuhngroßer, fahlbräunlicher Rallenvogel, wird auch als Wiesenralle bezeichnet.

Ihr Lebensraum sind die langhalmigen Wiesen und Feuchtgebiete sowie als suboptimale Habitate Getreidefelder und Grünfutterschläge.
Wachtelkönig (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, G. Fünfstück)

Wachtelkönig (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, G. Fünfstück)

Die Brutzeit, die mit der Eiablage ab Mitte Mai beginnt, kann sich bis in den August hinziehen. Die Nester finden sich am Boden, gut in der Vegetation versteckt.

Nahrungsgrundlage der Art sind vor allem Wirbellose (Insekten, Spinnen, Würmer, Schnecken). Im August/September ziehen die Tiere in ihre Überwinterungsgebiete nach Afrika, die Ankunft im Brutgebiet erfolgt im April/Mai.

Das Verbreitungsgebiet des Wachtelkönigs in Sachsen erstreckt sich vom Tiefland bis in die Mittelgebirge wobei die Art zur Zeit am häufigsten in Flussauen und den Hochlagen des Ost- und Mittelerzgebirges vorkommt. Obwohl die Art zerstreut in fast allen Naturräumen beobachtet werden konnte, fehlt sie über weite Strecken vollständig (noch bis etwa 1980 regelmäßige Vorkommen in Flussauen, unteren und mittleren Lagen des Berglandes und im Mittelgebirgsvorland).
Der heute nur noch sporadische Brutvogel ist nach der Roten Liste stark gefährdet. Der jährlich stark schwankende sächsische Gesamtbestand wird mit 100 bis 250 Brutpaaren angegeben.

Als wesentliche Gefährdungsfaktoren der Art gelten Nutzungsintensivierung, Entwässerung und Eutrophierung im agrarisch genutzten Raum sowie unpassende Mahd- und Beweidungszeitpunkte.

Weiterführende Informationen zum Wachtelkönig

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Heiner Blischke