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Schwarzkopfmöwe - Larus melanocephalus (TEMM., 1820)

Die Schwarzkopfmöwe (Larus melanocephalus) ist etwas größer als die Lachmöwe und von dieser durch die bis zum Hals reichende, tiefschwarze Kopfmaske unterschieden (im Ruhekleid mit dunklem Ohrenfleck und ohne Maske).
Schwarzkopfmöwe (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, F. Richter)

Schwarzkopfmöwe (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, F. Richter)

Sie brütet an größeren Stillgewässern in der offenen und halboffenen Landschaft (Teiche, Stauseen, Abbaugewässer), häufig in oder in engem Kontakt zu Lachmöwenkolonien. Die Nistplätze finden sich meist auf Inseln und in uferfernen Vegetationszonen in Bereichen mit lückigem, niedrigem bis mäßig hohem Bewuchs.
Brutnachweise stammen vorwiegend aus den Monaten Mai und Juni.

Die Schwarzkopfmöwe überwintert im Mittelmeergebiet. Der Wegzug erfolgt Anfang Juli bis Mitte Oktober, die Ankunft im Brutgebiet ist frühesten Ende März.

Seit den 1950er Jahren brüten Schwarzkopfmöwen in Deutschland (Nord- und Ostsee). In Sachsen wurde die Art erstmalig 1959 als Durchzügler beobachtet, seit 1980 gibt es mehrere Ansiedlungsversuche und erfolgreiche Bruten. Bekannte Brutplätze sind die Inseln in Staugewässern/Teichen und Tagebaurestseen im Leipziger Land, Altenburg-Zeitzer-Lösshügelland, Königsbrück-Ruhlander-Heiden und dem Lausitzer Heideland.

Die Schwarzkopfmöwe ist mit einem Gesamtbestand von 50 bis 70 Brutpaaren in der sächsischen Roten Liste der Wirbeltiere als »extrem selten« eingestuft. Gefährdungen ergeben sich insbesondere durch Wegfall beziehungsweise Beeinträchtigungen der Brutplätze (Inseln).

Weiterführende Informationen zur Schwarzkopfmöwe

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Heiner Blischke