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Eisvogel - Alcedo atthis (L., 1758)

Der Eisvogel (Alcedo atthis) zeichnet sich durch ein oberseitig türkisblaues Federkleid und eine rostbraune Färbung auf der Unterseite aus. Auffallend sind der lange spitze Schnabel und der kurze Schwanz, die der Art ein unverwechselbares Gepräge geben.

Der gut sperlingsgroße Vogel lebt an klaren fließenden und stehenden Gewässern mit ausreichendem Kleinfischbestand, an Bächen, Flüssen, Stauseen und Restgewässern.
Eisvogel (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, H. Rank)

Eisvogel (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, H. Rank)

Er nistet in selbstgegrabenen, bis zu einem Meter langen Brutröhren an Uferabbrüchen von Fließgewässern und anderen sandigen und lehmigen Steilwänden, die bis zu zwei Kilometer vom Gewässer entfernt sein können. Die Brutzeit erstreckt sich von April bis Juni.

Der wenig gesellige Vogel ernährt sich stoßtauchend von kleinen Fischen und anderen kleinen Wassertieren. Über dem Wasser hängende Äste dienen dabei als Sitzwarten.

Vorkommensschwerpunkte des Eisvogels sind die Auen von Mulde, Röder, Spree und Neiße sowie Teichlandschaften (Oberlausitzer Heide- und Teichgebiet). Ab 300 Meter ü. NN ist eine Ausdünnung der Brutvorkommen zu verzeichnen, die aufgrund fehlender Brutmöglichkeiten und klimatischer Bedingungen kaum höher als 500 Meter ü. NN reichen.
Weiterhin kennzeichnend sind starke Bestandsschwankungen, die durch langanhaltende strenge Frostperioden hervorgerufen werden (Gesamtbestand in Sachsen 500 bis 700 Brutpaare). In der Roten Liste Sachsens ist der Eisvogel als gefährdet eingestuft.

Hauptgefährdungsfaktoren des Eisvogels sind Gewässerverschmutzung sowie Gewässer- und Uferausbau, die in der Vergangenheit deutliche Bestandesrückgänge verursacht haben. Insbesondere der Erhalt und das Wiederherstellen von naturnahen, reich strukturierten Fließgewässern mit genügend Brutmöglichkeiten, guter Wasserqualität und ausreichendem Kleinfischbestand tragen zur Bestandessicherung der in Sachsen gefährdeten Art bei.

Weiterführende Informationen zum Eisvogel

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Heiner Blischke