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Grauspecht - Picus canus (GM., 1788)

Der Grauspecht (Picus canus) ist ein mittelgroßer Spechtvogel, der vom ähnlichen Grünspecht unter anderem durch den grauen Hals und Kopf zu unterscheiden ist.

Sein Lebensraum sind die Laub- und Laubmischwälder sowie parkartiges Gelände. Bevorzugt werden Bestände mit Vorkommen von Rotbuchen, darüber hinaus mit Eiche, Linde, Ahorn, Esche, Erle und anderen Laubbaumarten. In tieferen Lagen teilen sich Grauspecht und Grünspecht oftmals den Lebensraum.
Grauspecht (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, K.-H. Trippmacher)

Grauspecht (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, K.-H. Trippmacher)

Im Zeitraum von Ende April bis Anfang Juni brüten die Vögel in selbstgezimmerten Bruthöhlen, die in Laubbäumen angelegt werden (Buche, Eiche, Linde, Weide, Birke und andere).

Die ortstreuen Standvögel sind oft am Boden anzutreffen. Sie ernähren sich von Insekten und Insektenlarven, im Winter auch von Samen und Früchten.

Der Grauspecht ist in Sachsen in allen Naturregionen ohne wirkliche Vorkommensschwerpunkte verbreitet. Die Zahl der Brutpaare liegt bei aktuell 400 bis 600.
Weitgehend unbesiedelt sind die waldarmen Areale der Gefildezone und reine Nadelwaldgebiete des Tief- und Berglandes.

Gefährdungen für die Art ergeben sich vor allem aus einer intensiven forstwirtschaftlichen Nutzung der Bestände (Nadelholzmonokulturen, geringe Umtriebszeiten) und aus der möglichen Beseitigung von alten Laubgehölzen mit Bruthöhlen.

Weiterführende Informationen zum Grauspecht

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Heiner Blischke