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Schwarzspecht - Dryocopus martius (L., 1758)

Der Schwarzspecht (Dryocopus martius) ist etwa krähengroß und damit unser größter heimischer Spechtvogel. Er besitzt ein schwarzes Gefieder mit leuchtend roter Kopfplatte (beim Weibchen ist nur der Hinterkopf rot).
Schwarzspecht (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, G. Fünfstück)

Schwarzspecht (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, G. Fünfstück)

Bevorzugter Lebensraum sind ausgedehnte Nadelwälder mit möglichst kleinflächig verteilten Altbuchenbeständen und lichten Bereichen. Er besiedelt aber auch größere lichte Mischwälder und seltener Laubwälder mit Altholzbeständen.

Zur Anlage der Nisthöhlen werden vorwiegend Altbuchen genutzt, bisweilen auch andere Baumarten wie Fichte, Kiefer, Erle, Birke, Pappel und andere. Die großen Bruthöhlen sind an dem ovalen Einflugsloch erkennbar. Die Brutzeit erstreckt sich von April bis Mai.

Der Schwarzspecht ist ein Standvogel, der nur selten außerhalb des Reviers angetroffen wird. Seine Nahrung besteht aus Käferlarven, Ameisen und anderen Wirbellosen.

Der Schwarzspecht kann in ganz Sachsen als Brutvogel beobachtet werden. Verbreitungslücken ergeben sich vor allem in den landwirtschaftlich stark genutzten, waldarmen Gebieten des Lößhügellandes, zum Beispiel in Teilbereichen der Naturräume Leipziger Land, Mittelsächsisches Lößhügelland, Erzgebirgsbecken, Mulde-Lößhügelland, Östliche Oberlausitz und unteres Osterzgebirge.

Gefährdungen für die Art entstehen hauptsächlich durch eine geregelte intensive forstwirtschaftliche Nutzung mit großflächigen Monokulturen, geringen Umtriebszeiten und der Beseitigung von Alt- und Totholz. Höhlenreiche Altholzbestände und höhlenreiche Einzelbäume (bereits bei Vorkommen einer Schwarzspechthöhle) sind nach § 21 des SächsNatSchG in Verbindung mit § 30 BNatSchG besonders geschützt.

Weiterführende Informationen zum Schwarzspecht

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Heiner Blischke