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Heidelerche - Lullula arborea (L., 1758)

Die Heidelerche (Lullula arborea) ist kleiner (Länge 15 Zentimeter) als die sonst ähnliche Feldlerche. Sie ist von dieser durch den deutlichen hellen Überaugenstreif und den kürzeren Schwanz zu unterscheiden.

Bevorzugter Lebensraum sind die großen Heidelandschaften: trockene sandige Kiefernheiden, Kahlschläge und lichte Pionierwälder. Sporadische Bruten finden sich auch in Fichten-, Fichten-Kiefern- und Fichten-Lärchenkulturen oder ähnlichen Strukturen.
Heidelerche (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, G. Fünfstück)

Heidelerche (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, G. Fünfstück)

Die Vögel brüten in Nestern am Boden im Zeitraum von Mitte März bis Juli (meist 2 Jahresbruten).

Ab September (bis November/Dezember) ziehen die Tiere in kleinen Trupps in die Überwinterungsgebiete (Westeuropa, Mittelmeerraum). Die Ankunft im Brutgebiet erfolgt Ende Februar bis März; gelegentlich sind auch Überwinterungen in den Brutgebieten zu beobachten.

Die Brutvorkommen der Heidelerche konzentrieren sich auf die Heidewälder des Sächsisch-Niederlausitzer Heidelandes, wo die Art in allen Naturräumen verbreitet ist, auf ähnliche Lebensräume nördlich und nordöstlich von Dresden und auf die Bergbaufolgelandschaften südlich von Leipzig. Außerhalb des Kerngebietes gibt es nur lokale und häufig unstete Vorkommen, wie beispielsweise im vogtländischen Kuppenland, im Elstergebirge, in Nordwestsachsen (Leipziger Land, Nordsächsisches Platten- und Hügelland) sowie in der Sächsischen Schweiz.

Zu den wesentlichen Gefährdungsfaktoren der nach der Roten Liste Sachsens gefährdeten Art gehören unter anderem die Art und Weise der forstlichen Bewirtschaftung, Eutrophierung sowie Nutzungsänderungen und Sukzession auf ehemaligen Truppenübungsplätzen und in der Bergbaufolgelandschaft.

Weiterführende Informationen zur Heidelerche

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Heiner Blischke