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Sperbergrasmücke - Sylvia nisoria (BECHST., 1795)

Die Sperbergrasmücke (Sylvia nisoria) ist unsere größte Grasmückenart. Die Oberseite des Vogels ist aschgrau, die Unterseite grauweiß mit dunkler (namensgebender) Sperberung.

Die Art bevorzugt offenes, sonniges Gelände mit Dornengebüschen, zum Beispiel Gehölz-, Weg- und Waldränder, ehemalige Weinberge, Altobstanlagen, offengelassene flachgründige Kuppen, Steinbrüche, Tagebaurandgebiete, und kommt oft zusammen mit dem Neuntöter vor.
Sperbergrasmücke (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, G. Jäger)

Sperbergrasmücke (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, G. Jäger)

Im Mai bis Juni brütet die Sperbergrasmücke in Dornengebüschen von Brombeere, Hundsrose, Schlehe, Weißdorn, Himbeere und seltener anderen Sträuchern.

Der Zugvogel überwintert in Afrika (Wegzug meist August/September) und kehrt im Mai in das Brutgebiet zurück.

Die Sperbergrasmücke kommt lückenhaft im wärmebegünstigten Tief- und Hügelland der nordwest-, mittel- und ostsächsischen Region vor. In Südwestsachsen fehlt die Art, von Einzelnachweisen abgesehen, nahezu vollständig. Oberhalb 200 Meter ü. NN zeigt das Verbreitungsbild deutlich verringerte Brutvorkommen (höchstgelegene Funde bei 700 Meter ü. NN), wobei mit zunehmender Höhenlage ausschließlich Südhänge besiedelt werden.
Die natürlichen Schwankungen des Bestandes werden durch rasche landschaftliche Veränderungen der Lebensräume verstärkt (Gesamtbestand in Sachsen 400 bis 800 Brutpaare).

Gefährdungsfaktoren für die auf der Vorwarnliste zur Roten Liste stehende Art ergeben sich vor allem aus der Zerstörung der Lebensräume, unter anderem Beseitigung von Gebüschen, Feldgehölzen, strauchbestandenen Böschungen und ähnlichen Strukturen sowie Nutzungsänderungen, Sanierungen und Sukzession auf Offenlandflächen (beispielsweise ehemalige Truppenübungsplätze, Bergbaufolgelandschaften).

Weiterführende Informationen zur Sperbergrasmücke

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Heiner Blischke