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Halsbandschnäpper - Ficedula albicollis (TEMM., 1815)

Das Männchen des Halsbandschnäppers (Ficedula albicollis) unterscheidet sich von anderen Fliegenschnäppern (insbesondere dem Trauerschnäpper) durch das weiße Halsband und den ausgedehnten weißen Stirnfleck.
Bevorzugter Lebensraum sind lockere Laub- und Mischwälder, Waldreste, Waldparks sowie angrenzende Obstgärten und Kleingartenanlagen.

Der Halsbandschnäpper nistet in Baumhöhlen und nimmt auch Nistkästen (Mehrzahl der Brutnachweise in Sachsen) an. Die Brutzeit erstreckt sich von Anfang Mai bis Mitte Juni.

Die Vögel ziehen im August/September in ihre Überwinterungsgebiete nach Afrika und kehren Ende April bis Ende Mai in die Brutgebiete zurück.

In Sachsen ist der Halsbandschnäpper nur sehr vereinzelt und dann auch meist nur jahrweise auftretender Brutvogel, da Sachsen am West- bzw. Nordwestrand des Verbreitungsgebietes liegt. Brutnachweise sind an wenigen Stellen des Berg- und Hügellandes vorwiegend im Direktionsbezirk Dresden, zum Beispiel Großer Winterberg, Sächsische Schweiz, Östliche Oberlausitz, Zittauer Gebirge, Elbhügelland und anderen belegt. Nach 2000 deutlich weniger Brutzeitbeobachtungen als in den Jahren zuvor.
Brutzeit- und Durchzugsbeobachtungen liegen auch aus den Direktionsbezirken Leipzig (besonders Leipziger Auwald) und Chemnitz vor.

Nach der Roten Liste gilt die Art in Sachsen als »extrem selten« (Gefährdungskategorie R). Deutschlandweit ist der Halsbandschnäpper vom Aussterben bedroht. Eine mögliche Gefährdung der Art ergibt sich aus dem Verlust von Brutbäumen (Höhlen).

Weiterführende Informationen zum Halsbandschnäpper

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Heiner Blischke