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Grauammer - Emberiza calandra Linnaeus 1758

Die Grauammer (Emberiza calandra) ist mit einer Länge von 16 bis 19 cm die größte Ammer in Europa. Charakteristisch sind der gedrungene Körper, der kräftige Schnabel und das schlichte graubraune Gefieder.
Die Grauammer besiedelt offene Landschaften, wie z.B. extensive Grünländer, Feldraine, Straßen- und Wegränder, Böschungen und Brachen mit einzelnen Gehölzen, höheren Stauden, Freileitungen oder Koppelpfählen als Singwarte. Der Bodenbrüter ernährt sich von Wildkräutersamen, Getreidekörnern, Pflanzenteile, Insekten und Spinnen. Die Grauammer ist Jahresvogel und auch im Winter in Deutschland anzutreffen.
In Sachsen kommt der Brutvogel im Gegensatz zu früher nur noch lückenhaft im Tief- und Hügelland vor. Begünstigt sind die wärmeren Regionen Nordwestsachsens, das Riesa-Torgauer Elbtal, die Gohrischheide sowie die nordöstliche und östliche Oberlausitz. Höhen über 200 m ü. NN werden kaum besiedelt.
Der sächsische Bestand beläuft sich auf 1200 bis 2400 Brutpaare, sodass die Grauammer nur noch auf der Vorwarnliste zu finden ist. Gefährdungsfaktoren sind die fortschreitende strukturelle Verarmung des Agrarlebensraumes und Sukzession auf Truppenübungsplätzen und in Bergbaufolgelandschaften.

Grauammer (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, R. Kaminski)

Grauammer (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, R. Kaminski)

Weiterführende Informationen zur Grauammer

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Heiner Blischke