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Knäkente - Anas querquedula Linnaeus 1758

Die Knäkente (Anas querquedula) ist mit einer Länge von 37 bis 41 cm eine kleine Schwimmente. Im Schlichtkleid ist sie an einer braunen Grundfärbung mit dunkelbraunen Flecken zu erkennen. Im Prachtkleid hat das Männchen einen charakteristischen weißen Überaugenstreif und einen rötlichbraunen Kopf.

Die Knäkente kommt in eutrophen Gewässern mit vegetationsreichen Flachwasserzonen vor. Auch Überschwemmungsflächen, Altwässer, schilfbestandene Gräben und Tagebaurestseen werden besiedelt. Gebrütet wird ab April auf trockenem Untergrund in gut versteckten Nestern in Gewässernähe.

Als Nahrung dienen Wasserpflanzen und -Samen wie z.B. Wasserlinsen, Krebstierchen und Insektenlarven. Zur Überwinterung zieht die Knäkente in die tropischen Bereiche Nordafrikas.

In Sachsen kommt sie nur in den gewässerreichen Tief- und Hügelländern der Oberlausitz, dem Elbe-Röder-Gebiet und in Teilen Nordwestsachsens vor. Oberhalb von 200 m ü. NN ist sie nicht mehr anzutreffen.

Die Bestandszahlen sind rückläufig und belaufen sich momentan auf 20 bis 40 Brutpaare, daher auch die Einstufung als »vom Aussterben bedroht« in der Roten Liste Sachsens. Dies ist auch auf Lebensraumverlust durch Beseitigung von Kleinteichen und Altarmen, Entwässerung, Intensivierung der Fischerei und Gefährdung durch Neozoen (Mink, Waschbär) zurückzuführen.

Weiterführende Informationen zur Knäkente

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Heiner Blischke