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GPS und Artdaten

GPS-Geräte werden immer beliebter, ob im Handy oder als Navi im Auto. Auch die Kartierung von Arten im Gelände mit GPS-Unterstützung findet immer breitere Anwendung. Im Folgenden werden die erforderlichen Schritte erläutert, um die GPS-Daten vom jeweiligen Gerät in Artdatenbanken einspeisen zu können.

Fund- und Beobachtungsorte als Wegepunkte

Handelsübliche GPS-Geräte sind in der Lage, den jeweiligen Aufenthaltsort des Besitzers über das Setzen eines Wegepunktes zu verorten. Über einen Wegepunkt kann man somit auch den Fund- bzw. Beobachtungsort einer Pflanze oder eines Tieres verorten.

Umwandlung von GPS-Daten für die Artdatenbank

Handelsübliche GPS-Geräte ermitteln Positionsangaben im Referenzsystem WGS 84. Die ermittelten GPS-Daten werden wiederum meist im GPS-Austauschformat »GPX« abgespeichert. Die »GPX«-Dateien, die sowohl Wegepunkte als auch Routen und Tracks (= im Gelände zurückgelegte Strecken) enthalten können, lassen sich mit Excel öffnen (öffnen als eine XML-Liste). Aus der Excel-Tabelle lassen sich die Spalteninhalte mit den Orts-, Zeit- und Höhenangaben herauskopieren und in die MultiBaseCS-Excel-Importvorlage einfügen. Die Ortsangaben mit den Werten »13,...« werden dabei in die Spalte »X« (= Längengrad), die höheren Werte »50,...« (= Breitengrad) in die Spalte »Y« kopiert. In Spalte »EPSG« der Excel-Importvorlage wird für Daten im Referenzsystem WGS 84 der EPSG-Code 4326 in jede Zeile eingefügt. Die in den GPS-Daten enthaltenen Datumsangaben (zusammen mit der Uhrzeit in einer Spalte) sowie die Höhenangaben können in die Spalten »Datum« und »Hoehe« übertragen werden.

Weitere Angaben (z. B. Art, Beobachter, Quelle, Herkunft, Fundort, Toleranz) sind dann noch manuell zu ergänzen. Über den Excel-Importer von MultiBaseCS lässt sich die so aufbereitete Excel-Importvorlage einlesen. Die skizzierte Methode ist vor allem für Kartierungen geeignet, die die Erfassung einer Art an sehr vielen Fundorten zum Ziel hat.

Nutzung von GPS-Geräten für die Dokumentation der Kartierungsaktivitäten (Tracks)

Neben der Verortung von Fundorten von Tieren und Pflanzen über Wegepunkte kann auch die Kartierung selbst mit GPS-Geräten dokumentiert werden. So können GPS-Geräte die zurückgelegte Kartierroute automatisch als Track aufzeichnen. Die Tracks werden ebenfalls im GPX-Format abgespeichert. Diese GPX-Dateien lassen sich in die Ortsverwaltung von MultiBaseCS importieren. Außerdem können die GPX-Dateien auch in GIS-Systemen genutzt werden. Hierzu werden diese in das Shape-Format konvertiert. In der Praxis treten aber bei den resultierenden Shapes Lageungenauigkeiten auf. Eine kurze Anleitung für die Umprojizierung der aus GPX-Dateien erzeugten Shapes in das für Sachsen übliche System finden Sie hier.

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Heiner Blischke