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Monitoring häufiger Brutvogelarten (MhB)

Das „Monitoring häufiger Brutvogelarten“ liefert in erster Linie Daten zur Bestandsentwicklung der häufigen Brutvogelarten, wie z. B. des Waldbaumläufers (Foto: M. Keitel)

Das Monitoring häufiger Brutvogelarten ist ein bundesweites Monitoringprogramm und ein Baustein der Verwaltungsvereinbarung Vogelmonitoring (VVV). Als wesentlicher Bestandteil des Vogelmonitorings liefert das Monitoring häufiger Brutvogelarten auch wichtige Informationen für den Bericht nach Artikel 12 der Vogelschutzrichtlinie. Auf Bundesebene wird das Programm vom Dachverband Deutscher Avifaunisten betreut. Im Freistaat Sachsen koordiniert und organisiert die Vogelschutzwarte Neschwitz die Erfassungen und bereitet die Beobachtungsdaten für den DDA und für die sächsische Naturschutzverwaltung auf. Im Jahr 2004 wurden vom Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) die ersten der insgesamt 1000 bundesweiten Probeflächen des »Monitorings häufiger Brutvogelarten« zur Bearbeitung vergeben. Seit 2005 beteiligen sich auch Ornithologen aus Sachsen an diesem Monitoringprogramm für die Normallandschaft. Ziel des Programmes ist die Etablierung und Weiterentwicklung eines Indikators zur Verbreitung und Bestandsentwicklung häufiger Brutvogelarten. Das Programm ergänzt damit bestehende Erfassungen ausgewählter mittelhäufiger und seltener Arten. Neben der Ermittlung der Bestandsentwicklung häufiger Brutvogelarten werden die erhobenen Angaben künftig als ein wichtiger Baustein für das Monitoring nach der Vogelschutzrichtlinie genutzt werden. Für Sachsen sind 140 Untersuchungsflächen über ein statistisches Verfahren ausgewählt worden.
Auf den vorgegebenen Untersuchungsflächen von einem Quadratkilometer Größe werden entlang einer ca. 3 km langen Route alle anwesenden Brutvögel von März bis Juni an vier Begehungsterminen erfasst. Diese Daten werden dann auf Artkarten ausgewertet und die Revierzahlen ermittelt.
Seit 2011 wird für die Bearbeitung eines Untersuchungsquadratkilometers eine jährliche Aufwandsentschädigung von 200 Euro gezahlt, die nach vollständiger Übermittlung aller Unterlagen ausgezahlt wird.
Der DDA informiert unter http://www.dda-web.de/ (siehe »Häufige Brutvögel Neu« in der Rubrik »Monitoring«) umfassend über das Monitoringprogramm. Wenn Sie wissen möchten, ob es in Ihrer Umgebung noch nicht bearbeitete Monitoringflächen gibt, können Sie dies ebenfalls auf der DDA-Internetseite abfragen. Der Vergabestand wird dort für Sachsen von der Vogelschutzwarte regelmäßig aktualisiert. In einer Abfragemaske können Sie die Monitoringflächen über den Namen des betreffenden Altkreises oder über die Postleitzahl und den Ortsnamen recherchieren. Die recherchierten Monitoringflächen können tabellarisch oder in einer Karte angezeigt werden.

 

 

Probeflächen des »Monitorings häufiger Brutvogelarten« im Freistaat Sachsen (Vergabestand: Mai 2014). Grün markierte Probeflächen sind noch zu vergeben. Um den aktuellen Vergabestand zu erfragen, nutzen Sie bitte den Link in der zweiten Box rechts oben (»Recherche von Monitoringflächen«).

Die Beobachtungsdaten werden von der Vogelschutzwarte Neschwitz aufbereitet und jährlich dem DDA und dem LfULG übergeben. Sämtliche Einzelbeobachtungen werden jahrweise aggregiert und die ermittelten Reviere aufsummiert und auf den Mittelpunkt des Quadratkilometers verortet. Den Punkten wird standardmäßig die Toleranz »genau 500 bis 100 m« zugewiesen.

Marginalspalte

Ansprechpartner DDA-Monitoring häufiger Brutvogelarten in Sachsen

Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz

Klaus-Henry Tauchert

Berichte zum Vogelmonitoring in Sachsen

Recherche von Monitoringflächen

Auf folgender Internetseite des DDA können Sie die freien (grün) und die bereits vergebenen (rot) Monitoringflächen recherchieren.

Link Recherche Monitoringflächen

Aufruf und Methodenbeschreibung

Gemeinsamer Aufruf von Vogelschutzwarte, LfULG, Nabu und VSO

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Heiner Blischke