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Schmetterlinge

Wiesenknopf-Ameisenbläulinge – Naturwunder der Wiesen

Die Tagfalter-Arten Dunkler und Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling sind zwei typische Bewohner frischer bis feuchter Wiesen und Säume, auf denen der Große Wiesenknopf auftritt. Er ist Futterpflanze für die Raupen. Früher war vor allem der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling noch recht häufig, heute sind beide Arten selten geworden. Deshalb sind sie durch die Europäische Richtlinie zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen und durch das Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt.

Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläulinge bei der Paarung (Foto: H. Voigt)

Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläulinge bei der Paarung (Foto: H. Voigt)

Tagfalter von Sachsen

Mit dem Erscheinen der Tagfalterfauna Sachsens im Jahr 2007 wurde der bisherige Kenntnisstand über die sächsischen Tagfalter erstmals umfassend dargestellt. Es ist vor allem das Verdienst der vielen zumeist ehrenamtlich tätigen Freizeitentomologen, die das Erscheinen eines solchen Werkes erst möglich machten.
Da eine Fauna ständigen Veränderungen unterworfen ist, kann die bisherige Erfassung und Datensammlung nicht als abgeschlossen angesehen werden, sondern soll in der gleichen Intensität wie bisher fortgeführt werden. Mit der Zentralen Artdatenbank des LfULG und der Software MultiBaseCS  steht ein System zur Verfügung, in das Beobachtungen dezentral erfasst und zentral gesammelt und gepflegt werden können. Die Entomofaunistische Gesellschaft e. V. (EFG) erfasst beispielsweise die dort jährlich eingehenden Tagfalter-Beobachtungen in einer eigenen MultiBaseCS-Datenbank und prüft diese dann fachlich. Ein jährlicher Abgleich der bei der EFG und beim LfULG eingegangenen Daten stellt sicher, dass möglichst viele Meldungen sowohl bei der verbandlichen als auch bei der behördlichen Arbeit umfassend berücksichtigt werden können.
Der nachfolgenden Darstellung der Tagfalterarten je Messtischblatt-Quadrant liegen die seit 2007 eingegangenen Meldungen zu Grunde. Es ist ersichtlich, dass über die gesamte Landesfläche aktuelle Daten vorliegen, aber von großen Teilen bisher nur wenige bis gar keine Meldungen verfügbar sind. Es sollten daher auch vorrangig die „weißen Flecken“ auf der Karte aufgesucht werden, um die tatsächliche Bestandssituation besser beurteilen zu können.
Ihre Beobachtungen können direkt an das LfULG oder an die Gruppenbearbeiter der EFG  (www.efgsachsen.de) gemeldet werden. Nutzer der Online-Eingabe können diese zur Eingabe ihrer Beobachtungen nutzen. Für ehrenamtliche Erfasser stellt das LfULG eine kostenlose MultiBaseCS Home Edition auf Anfrage zur Verfügung. Anfragen richten Sie bitte an:
DB-Arten.LfULG@smul.sachsen.de

Artenzahlkarte Tagfalter mit Nachweisen ab 2007

Hirschkäfer und Nachtkerzenschwärmer
- Aufruf zur Meldung von Beobachtungen -
Aufgrund anstehender Berichtspflichten nach der FFH-Richtlinie wird für die beiden besonders geschützten Arten Hirschkäfer (Lucanus cervus) und Nachtkerzenschwärmer (Proserpinus proserpina) um Mitteilung aller noch nicht gemeldeten Beobachtungen aus dem Zeitraum ab 2007 gebeten. Zu beiden Arten ist die Datenlage aus diesem Zeitraum aktuell noch vergleichsweise dünn, so dass Daten besonders dringend benötigt werden. Noch nicht gemeldete Nachweise aus der Zeit vor 2007 werden auch gerne entgegen genommen.
Übermitteln Sie Ihre Daten bitte möglichst bis Ende März an das:
Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG),
Abt. Naturschutz, Landschaftspflege, Ref. 62 Herrn Dr. Zöphel,
Halsbrücker Straße 31a, 09599 Freiberg
oder per Email an: Ulrich.Zoephel@smul.sachsen.de oder zusammen mit ihrer Jahresmeldung an die bekannten Gruppenbearbeiter des Projektes »Entomofauna Saxonica«.
Sofern verfügbar, bitten wir um punktgenaue Funddaten mit eindeutigen Angaben zu Funddatum, Fundort und Beobachtername (natürlich auch auf Papier, idealerweise auch digital und im MultiBaseCS-Format). Weitere Angaben zum Habitat, zu Verhalten, genutzten Nahrungspflanzen, registrierten Gefährdungen etc. sind wertvoll und gern willkommen, aber keine Pflicht.
Die Ergebnisse werden durch das LfULG zusammengestellt, ausgewertet und sollen in Form von aktuellen Fundpunktkarten auf der Website von EFG e.V. LV Sachsen dargestellt werden. Weiterhin bleiben sie für die Landesfaunenprojekte verfügbar und sind dafür von hohem Wert.
Unser besonderer Dank gilt allen, die bisher beim Zusammentragen der Beobachtungsdaten mitgewirkt haben. Ohne aktuelle Beobachtungsdaten fehlt uns eine wesentliche Grundlage für die Erfüllung der Fachaufgaben im Naturschutz und damit für den Schutz der Arten. Auch landesweite Projekte wie die sächsischen Verbreitungsatlanten wären ohne diese Daten undenkbar.
Ganz wichtig, informieren Sie alle Interessierten in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis über diesen Aufruf! Gerade vom Hirschkäfer als einer leicht bestimmbaren und auch in der breiten Bevölkerung gut bekannten Art »schlummern« sicher eine ganze Reihe von Beobachtungen bislang in den Notizbüchern, Köpfen oder Fotoapparaten vor sich hin, ohne bislang gemeldet worden zu sein. Nur wenn Viele erreicht werden, kann dieser Aufruf ein Erfolg werden. Tragen auch Sie dazu bei!

Unabhängig vom obigen Aufruf ein aktueller Hinweis zu Möglichkeiten der Unterstützung der ehrenamtlichen Erfassung von Beobachtungsdaten durch den Freistaat:
Für ehrenamtlich tätige Kartierer, die sich zutrauen ihre Daten mit dem Computer zu erfassen und künftig ihre Artbeobachtungsdaten digital im MultiBaseCS-Format an das LfULG übermitteln wollen, bietet das LfULG ab Februar 2012 erstmalig kostenlose Schulungen zur Benutzung der Erfasser-Version von »MultiBaseCS« an. Dieses Computerprogramm hat sich für die Erfassung, die Auswertung und den Austausch von Artdaten bewährt und wird in Sachsen vom LfULG, von den Unteren Naturschutzbehörden der Landkreise, von Gruppenbearbeitern der Entomofauna Saxonica und auch von zahlreichen ehrenamtlichen Kartierern genutzt. Nähere Informationen finden Sie unter http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/natur/19895.htm.

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Dr. Susanne Uhlemann