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Schmale Windelschnecke (Vertigo angustior)

FFH-Art 1014

Das gelblich-braune Gehäuse der Schmalen Windelschnecke (Vertigo angustior, GEFFREYS 1830) wird bis zu 1,8 Millimeter hoch und 0,9 Millimeter breit. Es ist fein und dicht gestreift und weist 5 linksgewundene Umgänge auf.
Schmale Windelschnecke (Vertigo angustior) (Foto: Fotoarchiv SNSD, K. Schniebs)

Schmale Windelschnecke (Vertigo angustior) (Foto: Fotoarchiv SNSD, K. Schniebs)

Die Landschnecke besiedelt vor allem feuchte bis nasse Wiesen und andere Feuchtbiotope (Niedermoore, Röhrichte, Seggenriede). Leere Gehäuse wurden auch an Spülsäumen von Gewässern gefunden. Die Art bevorzugt kalkhaltige oder kalkbeeinflusste Standorte. Wesentlich ist darüber hinaus das Vorhandensein einer Streuschicht.
Wie alle Windelschnecken weist Vertigo angustior nur eine geringe Reproduktionsrate auf.
Die Schmale Windelschnecke war in Europa einst weit verbreitet. Durch das Verschwinden von Feuchtgebieten ist sie zunehmend seltener geworden. Die in Sachsen und Deutschland gefährdete Art wird vor allem durch die Zerstörung der Lebensräume und die Intensivierung der Landnutzung bedroht.
Aus Sachsen sind bisher nur sehr wenige, ältere Nachweise bekannt geworden, zum Beispiel bei Tharandt (19. Jahrhundert) und bei Eilenburg (1982). Insgesamt bestehen noch Kenntnislücken hinsichtlich Vorkommen und Verbreitung der Art in Sachsen.

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Dr. Ulrich Zöphel