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Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteini)

FFH-Art 1323

Die Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteini, KUHL 1818) ist eine mittelgroße Fledermausart mit auffallend langen Ohren, die, nach vorn umgelegt, die Schnauzenspitze überragen. Die ausgesprochene Waldart besiedelt bevorzugt feuchte Mischwälder, aber auch Kiefernwälder, Parks und Gärten.

Als Sommerquartiere werden insbesondere Baumhöhlen genutzt; regelmäßig können Wochenstuben auch in Nistkästen und vereinzelt in Gebäuden gefunden werden.
Die Winterquartiere befinden sich in ehemaligen Bergwerksstollen, wo meist freihängende Einzeltiere beobachtet werden.

Bechsteinfledermaus mit weggeklapptem Ohr (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, R. Klenk)

Bechsteinfledermaus mit weggeklapptem Ohr (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, R. Klenk)

Die vorwiegend aus Insekten bestehende Nahrung wird im Jagdflug erbeutet oder von der Vegetation abgelesen. Der Aktionsradius ist dabei vergleichsweise gering. Meist liegt er unter einem Kilometer.

Vorkommen der Bechsteinfledermaus sind in Sachsen ausgesprochen selten (Rote Liste Kategorie R). Insgesamt ist nur eine bis in die Gegenwart genutzte Wochenstube bei Wittgensdorf (Kreis Görlitz) bekannt. Winterquartiere und frühere Nachweise stammen hauptsächlich aus dem Elbsandsteingebirge und dem Osterzgebirge sowie vorgelagerten Bereichen.

Wesentliche Gefährdungen sind in der Zerstörung von Sommerlebensräumen (Verlust naturnaher Wälder mit höhlenreichen Altholzbeständen) und im Verlust beziehungsweise der Störung von Winterquartieren zu sehen. Zu Vorkommen und Verbreitung der Art in Sachsen besteht noch erheblicher Untersuchungsbedarf.

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz

Dr. Ulrich Zöphel

FFH-Art 1323

Bechsteinfledermaus im Flug (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, R.  Klenk)

Bechsteinfledermaus im Flug (Foto: Archiv Naturschutz LfULG, R. Klenk)

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