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Neubeginn nach 1989/90

Zu Beginn der politischen und wirtschaftlichen Wende im Osten Deutschlands im Jahre 1989 setzten sich föderalistisch gesonnene, kompetente und den Traditionen des Sächsischen Geologischen Landesamtes verpflichtete Mitarbeiter an die Spitze einer Bewegung, die über einen »Runden Tisch Geologie Sachsen« und dann über einen Aufbaustab die amtliche Geologie in Sachsen als »Bereich Boden und Geologie« im Landesamt für Umwelt und Geologie am Standort Freiberg neu aus der Taufe hob. Der Übergang oder ihr Eintritt in den Vorruhestand konnte für viele Mitarbeiter über Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen zum Themenkomplex »Sicherung geowissenschaftlicher Datenbestände« abgefedert werden. Gleichzeitig war es dadurch möglich, mit deren Sachkenntnis zu früheren Erkundungsobjekten unterschiedliches geowissenschaftliches Datenmaterial aus geologischen und geophysikalischen Datenbeständen, aus Dokumentationen zu den in Schließung befindlichen Bergbaubetrieben und Bohrkernlagern oder aus den plötzlich in großer Anzahl anfallenden temporären Aufschlüssen zu sichern.

Mit dieser Datensicherung wurde ein wichtiger Beitrag geleistet, den über die Jahre angesammelten Datenfonds vollständig zu erhalten und zu erweitern. Der wieder eingerichtete Geologische Dienst stand jetzt vor neuen Aufgaben und Herausforderungen. Die enorm gewachsenen und weiter wachsenden Kenntnisse zur Geologie des Freistaates mussten in geeigneter Form gebündelt werden, um ihn in Form von Kartenwerken und Berichten der praktischen Nutzung vorhalten zu können. Wissenschaftliche Erkenntnisse waren durch neue Forschungsergebnisse zu bestätigen und weiter zu entwickeln. Bereits vorhandene Erfahrungen waren auf zu erarbeitende geologische Modelle zu übertragen. Hausleitung und Mitarbeiter standen vor der Aufgabe, den notwendigen Wissenstransfer zu unterschiedlichen geologischen Fragestellungen zwischen den verschiedenen Fachbereichen zu entwickeln, um unter Hinzuziehung geologischen Sachverstandes letztendlich auch das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft in wichtigen Fragen beraten zu können. Darüber hinaus konnten zahlreiche Kontakte zu Hochschulen und Forschungseinrichtungen, teils auch im Ausland, aufgebaut werden, um Informationen auszutauschen und über gemeinsame Projekte die Zusammenarbeit zu entwickeln.

Aus dem Flugzeug fotografiert. Blick auf die Halsbrücker Straße mit dem Gebäudekomplex des Standortes Freiberg des LfULG (linke Bildhälfte).

Blick auf die Halsbrücker Straße mit dem Gebäudekomplex des Standortes Freiberg des LfULG (linke Bildhälfte), Quelle: LfULG/H. Blischke

Drei Tätigkeitsberichte zwischen 1991 und 2003 dokumentieren die vor dem Hintergrund mehrerer Strukturreformen gelaufenen Arbeiten. 2003 wurden die verbliebenen geologischen Referate in einer Abteilung Geologie des Landesamtes für Umwelt und Geologie (LfUG) zusammengefasst, von der die Bodenkunde und die Geochemie abgespalten worden waren. Bei der nächsten Fusion 2008 fand die Geologie als Abteilung 10 ihren Platz im Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG). Mit weiter vermindertem Personalbestand setzt sie sich für die Nachhaltigkeit in der Energie-, Wasser- und Rohstoffversorgung ein, berät bei Georisiken sowie Baugrundproblemen und unterstützt Vorhaben des Geotopschutzes. Eine wichtige Aufgabe ist auch die fachtechnische Beratung von Fach- und Genehmigungsbehörden.

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Dr. Harald Walter

  • TelefonTelefon: (03731) 294-1219
  • TelefaxTelefax: (03731) 294-1099
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