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Veränderungen der Fließgewässer durch den Braunkohlenbergbau

Die Fließgewässer, die sich im Einflussbereich des Braunkohlenbergbaus (historischer, Sanierungs-, aktiver Bergbau) befinden, wurden und werden in ihrer morphologischen, chemischen und biologischen Qualität erheblich durch Verlegung, Ausbau, Abdichtung, Grundwasserabsenkung und Grundwasserwiederanstieg beeinflusst.

Im Zuständigkeitsbereich der LMBV sind in Sachsen insgesamt ca. 966 km Fließgewässerstrecke (568 km in Ostsachsen, 398 km in Westsachsen) durch den Braunkohlenbergbau mehr oder weniger stark beeinflusst. Davon wurden ca. 259 km verlegt und ca. 87 km mit Folien oder Lehm gedichtet. Dies ergab die »Studie zu den bergbaulich veränderten Fließgewässern« der LMBV, die durch die Firma G.U.B. erarbeitet wurde.

Von den 966 km zählen 413 km zum WRRL Berichtsgewässernetz (147 km in Ostsachsen, 266 km in Westsachsen). Zu den Gewässern 1. Ordnung werden 287 km (116 km OS und 171 km WS) und zu den Gewässern 2. Ordnung 126 km (31 km OS und 95 km WS) gerechnet. In Ostsachsen weisen insgesamt 17 (11 erster und 6 zweiter Ordnung) und in Westsachsen 38 (18 erster und 20 zweiter Ordnung) Fließgewässerwasserkörper eine bergbauliche Veränderung oder Beeinflussung auf, die aber je nach Lage zum Tagebau in der Intensität sehr unterschiedlich ist.

Für 393 km durch den Braunkohlenbergbau beeinflusste Fließgewässerstrecke liegt eine Gewässerstrukturgütekartierung vor. Die WRRL-relevante Ausweisung in fünf Qualitätsklassen ergab, dass 121 km vollständig verändert, 130 km stark verändert, 138 km deutlich verändert und 4 km mäßig verändert waren.

Marginalspalte

Bild: Eisenhaltige Ablagerungen im Sornoer Kanal (Überleiter 10), Foto: Gernot Viehweger, LfULG

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 44: Oberflächenwasser, Wasserrahmenrichtlinie (Braunkohlefolgen)

Dr. Frank Herbst