1. Navigation
  2. Inhalt
  3. Herausgeber
Inhalt

Maßnahmenplanung gemäß EG-WRRL bzw. WHG am Beispiel der durch den Braunkohlenbergbau beeinflussten Fließgewässer-Wasserkörper Kleine Spree, Weiße Elster sowie Schnauder

Damit der von der EG-WRRL geforderte gute ökologische Zustand bzw. das gute ökologische Potential in vielen Wasserkörpern Sachsens überhaupt erst erreicht werden kann, ist eine naturnähere Gestaltung des Bachbettes und der angrenzenden Flächen in unterschiedlicher Intensität erforderlich. Anhand von Beispielprojekten soll für ausgewählte Wasserkörper die weitere Vorgehensweise zur Umsetzung der im Maßnahmenprogramm festgelegten Maßnahmen zur Verbesserung des ökologischen Zustands/Potentials aufgezeigt werden. Für das in Ostsachsen gelegene Braunkohlengebiet wurde die Kleinen Spree-1+2 und für das westsächsische Braunkohlengebiet wurden die Weiße Elster-8+9+SAL150W01-00 (nur sächsischerTeil) sowie die Schnauder-1+Mittlere Schnauder als Beispielwasserkörper ausgewählt.

Ziel der vorliegenden Planungen war es, die Grundlagen des Strahlwirkungs- und Trittsteinkonzeptes am Beispiel von bergbaulich beeinflussten Fließgewässer-Wasserkörpern planerisch anzuwenden. Weiterhin sollte ermittelt werden, welche konkreten Maßnahmen unter Berücksichtigung des Fließgewässertyps, der Anforderungen des Hochwasserschutzes und anderer wasserwirtschaftlicher Funktionen, der FFH-Ansprüche sowie weiterer landschaftsplanerischer oder nutzungsbezogener Aspekte zur Verbesserung der morphologischen Situation geeignet sind. Die Fragestellung nach Anzahl und Umfang der geeigneten Maßnahmen, die erforderlich sind, damit die als Strahlquelle und Trittstein vorgesehenen Fließgewässerabschnitte auch ihre Funktion erfüllen können, war ebenfalls zu beantworten.

Die Ergebnisse liegen als kompakte und aussagekräftige Planunterlagen (Maßnahmenkatalog; Planungskarten) vor, wobei die Maßnahmen auf 100 Meter Abschnitte bezogen sind. Diese Planunterlagen werden an die Landestalsperrenverwaltung (LTV) übergeben, die für die Unterhaltung der Kleinen Spree, Weißen Elster und Schnauder zuständig ist, damit auf dieser Basis die Ausführungs- und Genehmigungsplanung erstellt werden kann, der sich dann die konkrete Ausführung der Maßnahmen vor Ort anschließen soll. Ein konkreter Zeitrahmen für die weiteren Umsetzungsschritte bei der LTV besteht noch nicht.

Marginalspalte

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 44: Oberflächenwasser, Wasserrahmenrichtlinie (Braunkohlefolgen)

Dr. Frank Herbst