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»Bilanz der verlorengegangen Fließgewässer und Auen in den Braunkohlenregionen Sachsens«

Mit der fortschreitenden Sanierung ehemaliger Braunkohlentagebaue werden nun auch die Probleme in den Randbereichen der Tagebaue sichtbar, wie zum Beispiel die Gefahren aus dem Grundwasserwiederanstieg, der Versauerung des Grundwassers und der Bergbaufolgeseen und der Verbraunung von Fließgewässern, das geänderte hydrologische Abflussregime mit Folgen für Trinkwassergewinnung, Hochwasserschutz, Vernässung etc.. Diese Probleme rücken zunehmend in den Fokus der Braunkohlensanierung, da diese unstrittig direkte Folgen der Braunkohlengewinnung sind.

Vor diesem Hintergrund war es überaus wichtig, eine Studie anzufertigen, die größenordnungsmäßig Angaben zum Verlust der vorbergbaulichen Fließgewässernetze im sächsischen Teil des Mitteldeutschen und Lausitzer Braunkohlenreviers und der damit verbunden Auensysteme macht. Dabei kam es nicht darauf an, auf den Kilometer und auf den Hektar exakt zu ermitteln sondern vielmehr einen Überblick über das Ausmaß des Retentionsflächenverlustes zu erzeugen.

Insbesondere vor dem Hintergrund der stattfindenden Sanierung/Rekultivierung der Landschaft und der damit verbundenen Wiederherstellung eines sich weitgehend selbst regulierenden Wasserhaushaltes  werden Defizite des Gewässernetzes aufgezeigt, die bei der Sanierung beachtet werden sollten.
Ziel der weitergehenden Sanierungsarbeiten muss es sein, ein intaktes, leistungsfähiges Abflussregime herzustellen, welches sich auf natürliche Art und Weise in die Landschaft und in den Wasserhaushalt einbettet und neben der beispielsweise vorhandenen Steuerung von Niedrigwassersituationen im Spreegebiet auch einen sicheren Abfluss in Hochwassersituationen gewährleistet und möglichst  auch ein gut nutzbares Hochwasser-Retentionspotenzial zur Verfügung stellt.

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Bild: Bild: LfULG

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 44: Oberflächenwasser, Wasserrahmenrichtlinie (Braunkohlefolgen)

Dr. Frank Herbst