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Braunkohlefolgen

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird in Sachsen Braunkohle industriell im Tagebau gefördert. 1985 erreichte der Braunkohlenabbau  in Ostdeutschland mit einer Förderleistung von 312 Mio. Tonnen seinen Höhepunkt. Aktuell werden in Sachsen jährlich in den vier verbliebenen Tagebauen Schleenhain, Profen (Westsachsen, MIBRAG - 20 Mio Tonnen) und Nochten, Reichwalde (Ostsachsen, Vattenfall - 28 Mio Tonnen) ca. 48 Mio Tonnen Kohle gefördert.

Der Braunkohlenbergbau hinterlässt eine stark veränderte Landschaft. In Sachsen wurden bis heute ca. 55.000 ha Land in Anspruch genommen (3% der Landesfläche) und deren Rekultivierung ist noch lange nicht abgeschlossen. Ziel bei der Wiedernutzbarmachung ist ein ausgewogener Mix für die Bereitstellung von Flächen für Landwirtschaft, Forst, Tourismus, Wirtschaft und Naturschutz, der viele Potentiale und Chancen bietet. Für die Rekultivierung des »Altbergbaus« ist die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) zuständig, für die aktiven Tagebaue hingegen der jeweilige Bergbautreibende (Vattenfall, MIBRAG).

Der nach 1990 einsetzende Sanierungsbergbau der LMBV hat seitdem einen Großteil der bergbaulichen Arbeiten abgeschlossen. Der aktuelle Schwerpunkt liegt nunmehr im wasserwirtschaftlichen Bereich, wobei die Sanierung insbesondere dazu dienen soll, einen ausgeglichenen, sich weitgehend selbst regulierenden Wasserhaushalt herzustellen. Dazu gehört auch die Integration notwendiger Maßnahmen der Nachsorge, die u. a. den Sanierungserfolg sichern und unter Berücksichtigung der Anforderungen der EG-WRRL die veränderten und künstlich entstandenen Gewässer in die sächsische Gewässerlandschaft integrieren sollen.

Präsentation des Ref. 44 Oberflächenwasser, Wasserrahmenrichtlinie

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Bild: Tagebau Nochten, Foto: Gernot Viehweger, LfULG

Ansprechpartner

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

Referat 44

Karsten Friedrich

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 44: Oberflächenwasser, Wasserrahmenrichtlinie

Karin Kuhn