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Hintergrundwerte für Stoffgehalte in Böden

Hintergrundwerte (HGW) sind repräsentative Werte für allgemein verbreitete bzw. regionstypische Gehalte eines Stoffs oder einer Stoffgruppe in Böden.

Kenntnisse über Hintergrundgehalte von Stoffen in Böden gehören zu den Voraussetzungen für die Bewertung von Veränderungen in der Umwelt und liefern Anhaltspunkte für die Abgrenzung von Flächen mit erhöhter Grundbelastung.

Das LfULG erhebt über verschiedene Bodenmessnetze, die Bodenkundliche Landesaufnahme, das Bodendauerbeobachtungs-programm und weitere Untersuchungen und Projekte zahlreiche Daten zu den Stoffgehalten der Böden.

Alle Daten werden in das FIS Boden integriert und vom LfULG in unregelmäßigen Abständen ausgewertet. Dabei werden die wesentlichen Einflussgrößen auf die Verteilung der Stoffe in den Böden und die Höhe der Stoffkonzentration geprüft und berücksichtigt, um daraus homogene Teilgruppen bilden zu können.

Die Ableitung von Hintergrundwerten erfolgt über statistische Auswertungsprozeduren in diesen Teilgruppen, so dass im Ergebnis in der Regel zwei Werte angegeben werden:

Das 50. Perzentil (Median) beschreibt eine mittlere Konzentration des Stoffes, da die Hälfte der Messwerte über und die andere Hälfte unter diesem Wert liegt.

Das 90. Perzentil (90 % der Messwerte liegen unter diesem Wert) beschreibt eine Grenze, oberhalb derer zumeist nicht mehr von einer typischen oder üblichen Stoffkonzentration gesprochen werden kann.

Die Auswertung der Hintergrundwerte erfolgte in zwei Schritten:

In 2015 wurden die Hintergrundwerte für Metalle aktualisiert.

In 2016 wurden Hintergrundwerte für organische Schadstoffe abgeleitet.

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Bild: Probenahme

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 42 Boden, Altlasten

Kati Kardel

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 42: Boden, Altlasten

Dr. Ingo Müller