Verschlämmung
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Verschlämmung

Trifft Niederschlag ungebremst auf die an der Bodenoberfläche liegenden Aggregate auf, können durch die hohe kinetische Energie des Niederschlages Bodenteilchen von den Aggregatoberflächen abscheren oder ganze Aggregate durch Luftsprengung zerstört werden. Die einzelnen Bodenteilchen werden durch den Tropfenaufschlag und durch Verspülungen kleinräumig umgelagert und verstopfen größere Poren. Dazu wird die oberste Schicht durch die Regentropfen komprimiert. Eine Oberflächenverschlämmung (Krustenbildung) ist entstanden.

Oberflächenverschlämmmmung bzw. -kruste

Abbildung: Oberflächenverschlämmmmung bzw. -kruste (Quelle: LfL)

Die Fließrate und die Wasseraufnahmefähigkeit der verschlämmten Schicht selbst nehmen, aufgrund des geringen Porenvolumens, stark ab. Die Folge davon ist, dass die Infiltration in einen verschlämmten Boden gehemmt ist. Außerdem werden Kapillarsperreneffekte bei der vertikalen Versickerung von der verschlämmten Schicht in die darunter gelegene Ackerkrume wirksam.

Vertiakalschnitt eines Oberbodens mit einer Oberflächenverschlämmung.

Vertiakalschnitt eines Oberbodens mit einer Oberflächenverschlämmung. Auf die Bodenoberfläche wurde zur Markierung der Bodenwasserbewegung ein Farbstoff ausgebracht und die Fläche anschließend mit 38 l/m2 beregnet. Die kompakte Oberflächenverschlämmung behinderte die Infiltration erheblich. (Quelle: LfL)

Marginalspalte

Bild: Themenportal Boden, Altlasten - Verschlämmung

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 72: Pflanzenbau

Dr. Walter Schmidt