Bodenversiegelung
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Bodenversiegelung

Die Flächeninanspruchnahme im Freistaat Sachsen nimmt deutlich zu. Die Siedlungs- und Verkehrsfläche des Freistaates Sachsen ist im Zeitraum 2005 - 2015 auf über 13% der Landesfläche angewachsen. Die Zahlen der Flächeninanspruchnahme kennzeichnen die Entwicklung von Flächen, die in Siedlungszusammenhängen stehen. Aus diesem Grund ist davon auszugehen, dass die bauliche Inanspruchnahme des Bodens in der Regel mit einer Versiegelung und Abgrabung des Bodens verbunden ist. Das Ausmaß der Versiegelung wird als prozentualer Anteil der Versiegelung an der Gesamtfläche ausgedrückt (Versiegelungsgrad). Die jeweiligen Flächennutzungentypen sind in Abhängigkeit der Intensität ihrer Nutzung unterschiedlich stark versiegelt. Für Aussagen zur Bodenversiegelung ist davon auszugehen, dass im Mittel ca. 40% - 50% der Böden der Siedlungs- und Verkehrsfläche versiegelt sind.

Eine hohe Effektivität kommt dem Bodenschutz gerade in einer möglichen Verringerung der baulichen Flächeninanspruchnahme zu, da diese mit weitestgehenden Bodenverlusten durch Versiegelung, Abgrabung, Aufschüttung und Zerschneidung und weiteren negativen Folgewirkungen für die Umwelt verbunden ist. Diese Aspekte müssen auch in der Öffentlichkeit deutlicher in den Blickpunkt des Interesses gerückt werden, um die natürlichen Bodenfunktionen und wertvolle Böden zu erhalten.

Mehr zur Berechnungsmethodik von Bodenversiegelung und Flächenproduktivität in den Umweltökonomischen Gesamtrechnungen der Länder (UGRdL) berichtet LABO aus dem Expertenworkshop in Rheinland-Pfalz:

Baustelle »auf der grünen Wiese«

Marginalspalte

Bild: Versiegelung durch Bebauung

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 42: Boden, Altlasten

Bernd Siemer

Umweltindikator Siedlungs- und Verkehrsfläche

Umweltindikator Verkehrsfläche

Prozentualer Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche in Sachsen an der Gesamtfläche