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Böden im Klimawandel

Böden speichern etwa ein Drittel des gesamten CO2-Vorrates. Sie haben die Fähigkeit bis zu 300 l Wasser pro m³ aufzunehmen. Der Wassergehalt der Böden wirkt sich wiederum sehr stark auf ihr CO2-Speichervermögen aus. In den wassergefüllten Porenräumen von Böden können bis zu 300 g C pro m³ gespeichert werden. In luftgefüllten Porenräumen sind es nur etwa 15 g C pro m³. Dies bedeutet: Je weniger Wasser im Boden ist, desto weniger CO2 wird gespeichert. Dies ist einer der Rückkopplungseffekte, die den Klimawandel beschleunigen können. Ob und wie stark sich dieser Effekt auswirken kann, ist bisher nicht durch entsprechende Zahlen belegbar.

Ebenfalls schlecht einschätzbar sind bisher die Auswirkungen des Klimawandels auf das Bodenleben. In einer Handvoll Boden leben mehr Mikroorganismen als Menschen auf der Erde. Wie viele von ihnen und welche Arten werden bei länger anhaltenden Trockenperioden überleben? Humus wird durch die Aktivität von Bodenorganismen zersetzt. Wird es dann zu weniger Humusabbau kommen  oder wird der Humusabbau durch die Klimaänderung forciert?

Im Zuge des Klimawandels werden Starkniederschlagsereignisse häufiger auftreten. Diese führen zu verstärktem Abtrag von unbedecktem Boden. Wo der Boden als Speichermedium für Wasser nicht abgetragen wird findet Verschlämmung statt. Das heißt die Porenräume werden mit feinen Bodenteilchen verstopft. Sie verlieren dadurch ihre Funktion als Wasserspeicher. Das Wasser fließt infolgedessen an der Oberfläche ab und das Hochwasserrisiko wird erhöht.

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Ansprechpartner im LfULG

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 42: Boden, Altlasten

Dr. Arnd Bräunig

Für Anpassungsmaßnahmen der Landwirtschaft:

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 72: Pflanzenbau

Ellen Müller

Fachinformationen »Klima«

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