Böden der Löss- und Sandlösslandschaften
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Böden der Löss- und Sandlösslandschaften

Karte: Bodenregion der Löss- und Sandlösslandschaften in Sachsen

Bodenregion der Löss- und Sandlösslandschaften in Sachsen

Unter dem Begriff Löss werden Ablagerungen verstanden, die während der Eiszeit von periodisch starken Winden in den Kältesteppen des Gletschervorfeldes bis zu 15 Metern hoch aufgeweht wurden. Dabei entschied die jeweilige Windstärke darüber, welche Partikel aufgegriffen und wie weit sie transportiert werden konnten. Als Resultat sind heute regional relativ homogene Sedimente anzutreffen, deren Spanne von »mehlähnlichem« Schluff (unverfestigter Feinboden) bis zu feinkörnigem Sand reicht.

Nacheiszeitlich wurden diese Substrate von den sich nunmehr einstellenden ökologischen Verhältnissen überprägt. In Senken und an Unterhängen entstanden feuchte Böden, während die Oberhänge und Hügelkuppen meist trockene Verhältnisse aufwiesen. Doch auch auf den trockenen Standorten reichten die jährlichen Niederschlagsraten häufig aus, um das Phänomen der Tonverlagerung in Gang zu setzen. Dabei wurden die feinsten Bestandteile des Oberbodens mechanisch gelöst, mit dem Sickerwasser in tiefer gelegene Bereiche transportiert und dort als Tonhäutchen wieder abgelagert - ein Prozess, der als »Lessivierung« bezeichnet wird.
Als charakteristische Bodenform entwickelt sich dabei die Parabraunerde aus Löss.

Foto: Bodenquerschnitt mit Parabraunerde aus Löss

Foto: Parabraunerde aus Löss

Unter landwirtschaftlichen Gesichtspunkten sind die Böden der Löss- und Sandlösslandschaften die ertragsstärksten Standorte in Sachsen. In bestimmten Gebieten, wie dem Mittelsächsischen Löss-Hügelland, dominiert daher die landwirtschaftliche Flächennutzung mit mehr als 60 % der Gesamtfläche.

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Bild: Themenportal Boden, Altlasten - Böden in Sachsen

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 42: Boden, Altlasten

Holger Joisten

Weiterführende Informationen